
Oö. Volksblatt: „Keine*n“ (von Herbert SCHICHO)
Ausgabe vom 20. April 2023
Nun gibt es also vier Kandidaten für den SPÖ-Vorsitz und die Mitgliederbefragung ist schon vor dem Start der Lächerlichkeit preisgegeben. Aber ein kurzer Rückblick: Jahrelang sägte Doskozil am Chefsessel von Rendi-Wagner, bis diese nach der SPÖ-Niederlage in Kärnten die Flucht nach vorne versuchte. Statt Sonderparteitag (das wollte Rendi-Wagner) oder Urabstimmung (dafür setzte sich Doskozil ein) hat man sich nach öffentlicher Debatte auf eine – offiziell unverbindliche – Befragung geeinigt. Die Debatte verstummte trotzdem nicht. Dann wurde auch noch die „Basis“ mobil und hat mit Babler eine dritte Variante gefunden. Das erste Mega-Chaos konnte gerade noch verhindert werden. Obwohl man schon kritisch fragen muss, wie es gelang, dass 70 Kandidaten ihre SPÖ-Chef-Träume aufgegeben haben.
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