Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe vom 20. April 2023. Von PETER NINDLER. „Stadt, Land, Bär“.

Tierschutz ist nicht verhandelbar. Trotzdem muss der Gesellschaft im Umgang mit den großen Beutegreifern wie Wolf und Bär bewusst sein, dass sich Risikotiere nicht wegdiskutieren lassen. Deshalb wäre mehr Hausverstand statt Ideologie gefragt.
Wolf, Luchs und Bär würden Europa wählen. Intensiv warb die Naturschutzorganisation WWF vor den Europawahlen 2019 für die Ansiedelung von großen Beutegreifern. Sie wollte Wege, Chancen und Herausforderungen für eine Koexistenz in den Lebens- und Naturräumen aufzeigen. Schließlich waren diese Wildtiere Anfang des 19. Jahrhunderts im Alpenbogen durch konsequente Bejagung fast ausgestorben, mit Wiederansiedelungsprojekten sind sie erneut Teil des alpinen Ökosystems geworden. Der Wunsch nach Artenvielfalt stößt aber auf nicht mehr rückgängig zu machende Erweiterungen von Siedlungs- und Wirtschaftsgebieten.

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