SPÖ-Becher: „Bundesregierung bestraft Mieter*innen und verzerrt den Markt“

In Österreich steigen im Mai die Richtwertmieten um 8,6 Prozent, was fast eine Million Menschen betrifft. Im Juni sollen auch Kategoriemieten um fünf Prozent erhöht werden. Bereits ein Drittel der Bevölkerung sieht Probleme, diese Mieten zu stemmen. Diese Belastung galoppiert nämlich der Lohnentwicklung davon. SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher: „Es braucht den von der SPÖ geforderten Mietpreisdeckel heute, und eine umfassende Wohnrechtsreform morgen. Es ist fünf nach zwölf. Die Bundesregierung macht immer mehr arbeitenden Menschen das Leben zur Qual“, so Becher heute, Mittwoch, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Ein weiterer Aspekt der explodierenden Mieten ist auch die verzerrende Wirkung für den Wohnungsmarkt. Becher: „Weil durch diese Mietexplosion auch die Mieten auf dem freien Markt befeuert und künstlich hoch gehalten werden, kann es zu keiner Marktbereinigung kommen. Das braucht es aber, denn schließlich sind die Wohnungspreise und die damit verbundenen Renditeerwartungen laut Österreichischer Nationalbank um bis zu einem Viertel überzogen.“ Weil eine rasche Preiskorrektur verhindert wird, sei der heimische Wohnungsmarkt erstarrt, merkte Becher an, was auch von Seiten institutioneller Makler bestätigt wird. „Wer in den letzten Jahren mit Wohnraum aggressiv spekuliert hat, wird jetzt von Türkis-Grün durch hohe Einnahmensteigerungen gerettet. Wer Wohnungen hingegen zum Wohnen verwendet hat, zahlt drauf. Das ist ungerecht und eine Umverteilung von unten nach oben,“ so die SPÖ-Wohnbausprecherin abschließend. (Schluss) PP/ls

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