
Yan Pei-Ming Portraits
24.05. – 13.08.23 Francisco Carolinum Linz
Seit mehreren Jahrzehnten steht der chinesische Künstler Yan Pei-Ming mit seinen großformatigen, monochromen Porträts im Rampenlicht der internationalen Kunstszene. Historische Persönlichkeiten, politische Führer, Prominente, Soldaten, Serienmörder, bis hin zu Gefangenen, Waisenkindern, Päpsten und sogar Porträts von Buddha, Mao und Bruce Lee werden mit einem kühnen und ausdrucksstarken Pinselstrich dargestellt. Die fließende und zugleich präzise Technik des Künstlers und der flache Bildraum verbinden sich zu ikonischen und psychologisch aufgeladenen Werken außergewöhnlicher Präsenz.
Yan Pei-Ming wurde 1960 in Shanghai, China, geboren. Im Jahr 1980 zog er nach Frankreich, um an der École des Beaux-Arts in Dijon zu studieren. Dort entwickelte er seinen unverwechselbaren Stil, der von der westlichen Kunsttradition und der chinesischen Kalligraphie beeinflusst ist.
Die Kunst von Yan Pei-Ming zeigt eindrucksvoll, wie die Rezeption der westlichen Malerei in seinen Porträts eine fruchtbare Synthese mit der chinesischen Tradition hervorbringt. Durch die Verschmelzung verschiedener kultureller Einflüsse trägt Yan Pei-Ming dazu bei, das Verständnis und den Austausch zwischen Ost und West in der zeitgenössischen Kunstszene zu fördern.
Die großformatigen Porträts zeichnen sich durch kraftvolle Pinselstriche und einen bewegten Duktus aus. Er nutzt meist monochrome Farbpaletten, insbesondere Schwarz und Weiß, um ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten zu kreieren. Dieses Zusammenspiel betont die Emotionen und Persönlichkeiten seiner Modelle und verleiht den Porträts eine seelische Tiefe und Intensität. Dabei offenbart er die vielschichtige Komplexität des Menschseins.
In einer Zeit, in der die Kunstwelt nach neuen Wegen sucht, um die Komplexität der menschlichen Erfahrung darzustellen, bieten Yan Pei-Mings Porträts einen eindrucksvollen und fesselnden Blick auf die Essenz unseres Wesens. Seine Kunst ist ein starkes Statement und ein eindrückliches Beispiel für die Schönheit und Kraft der Malerei.
Yan Pei-Mings Porträts gehen meistens weit über die Darstellung des Abbilds hinaus, er bezieht sich auf weitreichende historische Themen und damit auf die Kluft, die zwischen den Ereignissen und der jeweiligen Visualisierung besteht. Oftmals verwendet der Künstler eine Kombination aus Bildern aus den Massenmedien und verbindet diese mit seinen eigenen Gedanken zum abzubildenden Subjekt. Ming erweitert so das traditionelle Verständnis des Mediums der Malerei.
In den knapp 110 im Francisco Carolinum Linz ausgestellten Porträts, darunter finden sich einzelne, ausschließlich für diese Ausstellung gemalten Bildnisse, finden sich verschiedene Aspekte der westlichen Malerei wieder. Die Komposition, der Einsatz von Licht und Schatten sowie die expressive Maltechnik erinnern an die Werke europäischer Meister wie Rembrandt, Velázquez und Francis Bacon. Der Künstler nutzt diese Einflüsse, um seinen eigenen Stil zu formen und die Wesenheit seiner Motive auf eindrucksvolle Weise einzufangen.
Yan Pei-Mings Werke wurden weltweit in renommierten Institutionen ausgestellt, darunter befinden sich der Louvre, das Centre Pompidou in Paris, das San Francisco Art Institute und das National Museum of China in Peking.
Das Francisco Carolinum Linz stärkt mit der Präsentation von Yan Pei-Mings Werken sein Ansehen als bedeutende Institution für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung unterstreicht die Rolle von Linz als einem der bedeutendsten Orte für internationale Kunst in Oberösterreich und fördert den künstlerischen Dialog auf globaler Ebene. Die Ausstellung entstand in Form einer Kooperation mit der Galerie Thaddaeus Ropac, Paris. Kuratoren: Yan Pei-Ming, Alfred Weidinger
Maria Falkinger-Hörtner
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