Tiroler Tageszeitung, Leitartikel vom 26. Mai 2023. Von Max Strozzi: „Diese Schere lässt sich kaum schließen“.

Eine Uni-Analyse verdeutlicht einmal mehr, wie weit in Tirol die Immobilienpreise den Einkommen davongaloppiert sind. Ein vernichtendes Zeugnis auch für die heimische Wohnbau- und Bodenpolitik der vergangenen zehn Jahre.
Die Party ist vorbei. So hört es sich an, wenn die Tiroler Immobilienbranche über die nahe Zukunft spricht. Gemeint ist damit, dass Wohnungen und Häuser nicht mehr im Handumdrehen und zu jedem Phantasiepreis verkauft werden können. Mindestens seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren konnte die Immobilienbranche regelmäßig die Korken knallen lassen. Und mit ihr all jene, die am lukrativen Geschäft kräftig mitnaschten. Jedes Jahr neue Höchstpreise, egal ob Corona oder nicht. Nullzinsen fegten Geldsorgen hinweg, Betongold statt Sparbuch hieß die Devise, auch wenn man selbst in den vier Wänden gar nicht wohnen wollte – Stichwort Ferienwohnsitze.

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