AVISO PRESSEKONFERENZ: Wettbewerb um Pflegekräfte aus Drittstaaten: Österreich auf der „Kriechspur“ Europas

HILFSWERK: Trotz einzelner Verbesserungen hinkt Österreich bei der Gewinnung ausländischer Pflegekräfte weit hinterher. Und verschärft so die Personalkrise in der Pflege.

EINLADUNG: (ONLINE-)PRESSEKONFERENZ HILFSWERK, MITTWOCH, 21. JUNI 2023, 09:00 UHR

Der Bedarf an Pflegefachkräften wird in den kommenden Jahren so stark ansteigen, dass er selbst bei rascher und erfolgreicher Umsetzung des 2022 beschlossenen Ausbildungspakets nicht gedeckt werden kann. Österreich muss daher neben einer Reihe flankierender Maßnahmen zur Entlastung von Pflegekräften auch dringend qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen. Gerade in Drittstaaten gäbe es Potenzial sowie Interessentinnen und Interessenten. Aber wir holen sie nicht ab!

Während Österreich bei der internationalen Anwerbung von Pflegekräften auf der „Kriechspur“ unterwegs ist, haben andere EU-Länder auf die „Überholspur“ gewechselt. Rund 20.000 Fach­kräfte aus Drittstaaten hat etwa die Bundesrepublik Deutschland pro Jahr (!) seit 2017 ins Land gelotst. Österreich hingegen konnte in den letzten Jahren laut Statistik Austria im Jahresdurchschnitt gerade einmal 130 (!) Fachkräfte für qualifizierte Arbeitsstellen im Gesundheits- und Pflegesystem gewinnen.

Die Bundesregierung hat in den Maßnahmenkatalog der zweiten Etappe der Pflegereform einzelne zielführende Vorhaben aufgenommen. So sollen Pflegeassistent/innen aus Drittstaaten ihren Beruf bis zum Abschluss der Nostrifikation unter Anleitung und Aufsicht bereits ausüben dürfen und der zeitaufwändige und einzelfallbezogene Vergleich von Stundenplänen bei Pflegeassistenzberufen soll durch standardisierte Gleichwertigkeitsprüfungen ersetzt werden. Diese Maßnahmen wurden oft gefordert und sind richtig, aber lediglich der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“.

Was aber macht es Pflegefachkräften aus Drittstaaten nach wie vor so schwer, den Weg nach Österreich zu finden? Welche konkreten Stolpersteine liegen immer noch im Weg? Wie erleben Interessierte den oft zitierten „Spießrutenlauf“? Welche Perspektiven eröffnet Österreich ihnen? Welche Rolle spielt die Rot-Weiß-Rot-Card im Kontext? Welche grundlegenden Strategien und praktischen Maßnahmen brauchen wir tatsächlich? Was machen andere Länder besser? Wer ist in Österreich gefordert, zu handeln? Der Sozialminister? Der Arbeitsminister? Der Außenminister? Die Länder? Die Arbeitgeber?

Mit diesen Fragestellungen setzt sich das Hilfswerk bei seiner PRESSEKONFERENZ am MITTWOCH, 21. JUNI 2023, UM 09:00 UHR, im PRESSECLUB CONCORDIA auseinander. Wir laden Sie herzlich dazu ein! 
Ihre Gesprächspartner/innen:

Hilfswerk Österreich, Bundesgeschäftsstelle
Mag. Barbara Tober
+43 1 4057500-222, Mobil: +43 676 8787 60207
barbara.tober@hilfswerk.at
www.hilfswerk.at

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