Grüne Wien/Kraus, Ellensohn: Freude über Schwenk von Babler in Sachen Lobauautobahn – BM Ludwig muss nachziehen

Alternativen zur Lobauautobahn gesucht

„Wir freuen uns, dass der neue SPÖ Parteivorsitzende in Sachen Lobauautobahn einen völlig anderen Kurs fährt. Das Projekt Lobauautobahn hat sich längst überholt und passt nicht mehr in eine Zeit, in der Klimakrise, Versiegelung von Ackerflächen und Überhitzung der Städte im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte stehen“, so Parteivorsitzender Peter Kraus und Klubobmann David Ellensohn von den Grünen Wien. „Auch wenn der Schwenk von Parteichef Babler begrüßenswert ist, sei eine Frage schon erlaubt: Ziehen die Betonliebhaber der Wiener SPÖ hier auch nach? Denn die Wiener SPÖ hat vor kurzem noch Klimaktivist:innen als Heisln beschimpft, Klimaschützer:innen Klagsdrohungen per Post verschickt und alles versucht, um den Klimacheck von Bundesministerin Leonore Gewessler zu sabotieren. Auf welcher Seite steht also die Wiener SPÖ? Auf der Seite von aufrichtigem Klimaschutz oder weiterhin auf der Seite des Betonierens?“, so Kraus.

„Jetzt ist es an der Wiener SPÖ und an Bürgermeister Michael Ludwig, auf den neuen Parteichef zu hören und vom Projekt Lobauautobahn endlich Abstand zu nehmen“, ergänzt Ellensohn. „Es gibt keinen Grund mehr, Milliarden für Autobahnen zu verpulvern“.

Der Bau der Lobauautobahn verursacht unfassbare Mengen an CO2, erzeugt mehr Verkehr, schädigt die Wiener Wirtschaft und treibt die Zersiedelung am Stadtrand voran. „Es ist unverantwortlich, an diesem menschen- und umweltfeindlichen Projekt festzuhalten. Ein Tunnel unter dem Nationalpark ist unumkehrbar. Einmal gebaut, bleibt er für immer. Neue Straßen führen zu noch mehr Verkehr, daher können solche fossilen Großprojekte nicht die Antwort auf die Klimakrise sein. Wir brauchen jetzt vielmehr einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie mehr Radverkehrsverbindungen und fußgeherfreundliche Wege“, so Kraus.

Die Grünen Wien fordern, dass sich die Rot-Pinke Stadtregierung am Dialog mit dem Klimaministerium um eine klimafreundliche Alternative zu Lobauautobahn und Stadtstraße beteiligt. „Die Wiener Stadtregierung hat sich selbst zum Ziel gesetzt, CO2 Emissionen zu reduzieren und bis 2040 klimaneutral zu sein. Das passt mit dem Lobautunnel nicht zusammen“, so Kraus und Ellensohn abschließend. Die Grünen Wien bringen dazu im heutigen Gemeinderat einen Antrag ein.

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