
Sima/Prokop: Willkommen am Klimaboulevard Thaliastraße
Umgestaltung des 2. Abschnitts ist fertig – 88 neue Bäume, 16 Nebelstelen und zusätzliche Wasserspiele auf über 1 km – Verbesserungen für Radverkehr
Der Sommer kann kommen! Nach der 2021 erfolgten Umgestaltung der Thaliastraße vom Gürtel bis zur Feßtgasse präsentiert sich nun auch der zweite Abschnitt von Feßtgasse bis Huttengasse als begrünter Klimaboulevard. 88 neue Bäume, 16 Nebelstelen, zahlreiche Sitzmöglichkeiten und auf bis zu sechs Meter verbreiterte Gehsteige haben die beliebte Einkaufsstraße im Herzen Ottakrings in einen gekühlten und angenehmen Aufenthaltsort für alle verwandelt. Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Franz Prokop haben sich vor Ort ein Bild vom fertiggestellten zweiten Bauabschnitt gemacht.
„Viel Platz zum Flanieren, 88 neue Bäume, Nebelstelen und Wasserspiele zur Abkühlung: Der zweite Teil der Verwandlung der Thaliastraße in einen Klimaboulevard ist vollbracht und knüpft nahtlos an den sehr gelungenen ersten Abschnitt an. Aus einem heißen und grauen Straßenzug wurde eine begrünte, gut gekühlte und einladende Flaniermeile für alle!“, freut sich Planungsstadträtin Ulli Sima über die gelungene Neugestaltung.
Bezirksvorsteher Franz Prokop: „Wir haben viel positives Feedback von den Ottakringer*innen zur Neugestaltung des ersten Abschnitts bekommen. Daher freut es mich als Bezirksvorsteher besonders, dass wir den Klimaboulevard Thaliastraße heuer um ein gutes Stück verlängern konnten und unser Bezirk somit noch ein Stückweit lebenswerter wird, auch für die kommenden Generationen.“
Durch die Installation von Wasserspielen und die großflächige Entsiegelung mit 88 Bäumen und zahlreichen Staudenbeeten wird das Mikroklima im dicht verbauten Gebiet auf einer Länge von über einem Kilometer deutlich verbessert. Zugleich wurde die Sicherheit und die Aufenthaltsqualität für alle Verkehrsteilnehmer*innen und Anrainer*innen durch Straßenbaumaßnahmen und zusätzliche Beleuchtung erhöht. Der gesamte Klimaboulevard erstreckt sich damit vom Gürtel bis zur Huttengasse und zählt auf den über zwei neugestalteten Kilometern rund 180 Bäume, 37 Nebelstelen und zahlreiche Mikrofreiräume.
VIEL PLATZ AUF AUGENHÖHE
Der gesamte Querschnitt der Thaliastraße wurde auch in der zweiten Etappe analog zum ersten Bauabschnitt gestaltet. Die starre Trennung von Fahrbahn und Gehbereichen wurde durch eine Niveauannäherung aufgebrochen.
Ein nur 3 bis 5 Zentimeter hoher Randstein trennt die Fahrbahn von den Gehwegen beziehungsweise Parkstreifen. Die Gehsteige selbst wurden überwiegend bis zu den bestehenden Straßenbahngleisen vorgezogen. Dadurch ergibt sich eine Gehsteigbreite von etwa sechs Metern und viel Raum für neue Aufenthaltsflächen und Mikrofreiräume.
BESSERES MIKROKLIMA: MEHR BÄUME, MEHR WASSER
In den neu entstandenen Aufenthaltsflächen im zweiten Bauabschnitt sorgen nun zusätzlich zu den neuen Bäumen und Nebelstelen zwei Wasserspiele sowie zehn Trinkbrunnen vor allem in den heißen Sommermonaten für schattige Erfrischung und Spielspaß. Das bei allen Wasserelementen anfallende Wasser wird in große unterirdische Versickerungskörper eingeleitet. Dadurch wird das Kanalsystem entlastet und die Bäume erhalten eine zusätzliche Bewässerung. Zahlreiche neue Sitzmöbel laden zum Verweilen im konsumfreien Raum ein. Eine helle Betonsteinpflasterung in drei unterschiedlichen Farbschattierungen ermöglicht in den Mikrofreiräumen das Versickern von Regenwasser.
BESSER ERREICHBAR MIT DEM FAHRRAD
Die lokale Erreichbarkeit der Thaliastraße für Radfahrer*innen, insbesondere von der parallel verlaufenden fahrradfreundlichen Hasnerstraße, wurde durch die Möglichkeit des Radfahrens gegen die Einbahn in nahezu allen an die Thaliastraße angrenzenden Seitengassen verbessert. Einzig in der Wichtelgasse ist das aufgrund des Straßenquerschnitts nicht möglich. Der Gleisbandseitenstreifen in der Thaliastraße wurde, wie schon im ersten Bauabschnitt – etwas verbreitert und ohne Fugen gestaltet – wodurch sich der Fahrkomfort für Radfahrer*innen verbessert. Zudem wurde das schon vorhandene Angebot der Radabstellanlagen im gesamten Projektbereich erweitert. Zusätzlich wurde die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen durch Fahrbahnanhebungen in sämtlichen Quergassen an den Einmündungen zur Thaliastraße ohne Ampelanlagen erhöht.
AUFWERTUNG VON SEITENGASSEN
Ein großes Plus für die Aufenthaltsqualität entlang des Klimaboulevards ist die Verkehrsberuhigung und Attraktivierung zahlreicher Seitengassen. So wurde etwa die Grubergasse, eine bestehende Sackgasse, im Zuge des Projekts ebenfalls umfassend neugestaltet. Die dortige Volksschule erhielt einen attraktiven Vorplatz mit neuen Baumpflanzungen, Spielflächen, Bügeln für Fahrräder und Scooter sowie Sitzbänke und ein Wasserspiel. Die geschwungene Führung der Fahrbahn trägt zur Geschwindigkeitsreduktion bei und führt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, vor allem für die Schülerinnen und Schüler. Durch die Anordnung der Bäume und Strauchbeete entstand aus dem Blickwinkel der Thaliastraße eine grüne Kulisse, die das Zufahren von ortsfremden Verkehrsteilnehmer*innen reduziert. Die großzügigen neuen Aufenthaltsflächen ermöglichen auch für die beiden Ecklokale zur Thaliastraße die Aufstellung von Schanigärten.
Mit vergrößerten Baumscheiben für die bestehenden Bäume, zwei neuen Bäumen, Sitzbänken und einem Wasserspiel wird die Aufenthaltsqualität in der Weinheimergasse, die im Zuge der Umgestaltung auch zur Sackgasse wurde, ebenfalls aufgewertet.
Mit kleinen „Pocketparks“ wurde auch die Aufenthalsqualität in der Kreitnergasse, der Lambertgasse und der Pfenninggeldgasse im Kreuzungsbereich mit der Thaliastraße erhöht. Die drei Seitengasse wurden zu Sackgassen und bieten mit neuen Bäumen, Sitzmöglichkeiten im konsumfreien Raum und Wasserelementen sowohl Abkühlung in der warmen Jahreszeit als auch Platz zum Verweilen.
SICHERHEIT UND KOMFORT FÜR ÖFFI-NUTZER*INNEN
Die im Zuge der Umbauarbeiten optimierte Gestaltung der Haltestellen der Straßenbahnlinie 46 sorgt für mehr Raum in den Wartebereichen und mehr Sicherheit für die Fahrgäste. An den neuen Randhaltestellen steigen die Fahrgäste direkt vom Gehsteig ein und aus und müssen nicht mehr die Fahrbahn überqueren. Im Bereich der U3-Station Ottakring wurde die Straßenbahnhaltestelle verlegt. Dadurch werden kürzere direkte Wege zum Umsteigen in die U3 und die S45 ermöglicht.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder
Can Güven
Mediensprecher StRin Ulli Sima
0676811881350
Can-paul.gueven@wien.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender