
Bundesjugendvertretung: ORF-Haushaltsabgabe auf Kosten junger Menschen
Die BJV setzt sich auch nach Beschluss der ORF-Reform für eine Gebührenbefreiung für unter 25-Jährige ein.
Nach dem heutigen Parlamentsbeschluss über die ORF-Reform hält die Bundesjugendvertretung (BJV) an ihrer Kritik an der Einführung einer Haushaltsabgabe fest: „Eine Haushaltsabgabe ist de facto eine Jugendsteuer, weil sie junge Menschen überproportional belastet. Schaut man sich die Haushaltseinkommen und Lebensverdienstkurven an, sind Jugendliche bereits überdurchschnittlich von der Teuerung belastet“, so BJV-Vorsitzender Julian Christian.
„In Zeiten der Teuerung eine weitere Gebühr einzuführen, geht völlig an der Lebensrealität von Jugendlichen vorbei und wird weder das Vertrauen in die Politik noch in den öffentlichen Rundfunk verbessern“, ergänzt Christian.
Die BJV bedauert, dass auf ihre Kritik im Gesetzesprozess nicht eingegangen wurde und erwartet sich, dass junge Menschen in Zukunft bei der Programmgestaltung des ORF stärker berücksichtigt werden. Besonders wichtig sind jetzt aber Nachbesserungen, was die Gebührenbelastung angeht: „Wir setzen uns weiter dafür ein, dass junge Menschen nicht zusätzlich finanziell belastet werden. Wir fordern eine Befreiung für die Haushaltsabgabe für unter 25-Jährige – angelehnt an den Bezug der Familienbeihilfe“, betont Christian und verweist auf Umfrage-Zahlen, die deutlich zeigen, dass die junge Generation die ORF-Reform in der jetzigen Form ablehnt. Denn nur 11% befürworten die Haushaltsabgabe.
„Die Politik ignoriert mit Einführung der Haushaltsabgabe die Interessen einer ganzen Generation. Das können wir nicht befürworten“, resümiert Christian abschließend.
Bundesjugendvertretung
Nicole Pesendorfer-Amon
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