Katholische Jungschar fordert Kanzler Nehammer auf Kinderarmut ernst zu nehmen

„DANN SOLLEN SIE DOCH BURGER ESSEN“ IST BLANKER ZYNISMUS“, ZEIGT SICH MARTINA ERLACHER, VORSITZENDE DER KATHOLISCHEN JUNGSCHAR ÖSTERREICHS ENTSETZT ÜBER DIE ENTGLEISUNG DES BUNDESKANZLERS. „WIR BRAUCHEN POLITIKER*INNEN, DIE VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN UND NICHT IN WEINGESELLIGER RUNDE SCHERZE ÜBER DIE ÄRMSTEN UNSERER GESELLSCHAFT MACHEN“.

Obwohl Österreich eines der reichsten Länder der Welt ist, sind noch immer 17,5% der österreichischen Wohnbevölkerung – das sind 1.555.000 Personen – von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Fast ein Viertel aller Armuts- und Ausgrenzungsgefährdeten sind Kinder (derzeit rund 368.000 Kinder in Österreich). Besonders stark betroffen sind Kinder und Jugendliche, die in Ein-Eltern-Haushalten leben, Familien mit mehr als drei Kindern sowie Kinder und Jugendliche, die in Haushalten ohne österreichische Staatsbürger*innenschaft aufwachsen (EU-SILC 2022).

„Arme und sozial benachteiligte Menschen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir fordern, dass politische Entscheidungsträger*innen die Lage armutsgefährdeter Kinder ernst nehmen und keine Entscheidungen treffen, die Kindern Chancen verbauen und soziale Ungerechtigkeiten in Österreich verstärken“, so Martina Erlacher, Vorsitzende der Katholischen Jungschar Österreichs. 
In der Studie für die Katholische Jungschar, „Arm dran sein & arm drauf sein“, wird das Armutsverständnis von Kindern aufgezeigt. Armut heißt für Kinder „Mutterseelenallein sein“, „Ausgeliefert sein“, „Anders sein“ und „Verletzbar sein“. Fast ausnahmslos sehen Mädchen und Buben das Kinderarmutsrisiko außerhalb ihrer Gestaltungsmöglichkeiten. Deshalb fordert die Katholische Jungschar die Umsetzung der Kinderrechtskonvention und nimmt politische Verantwortungstragende in die Pflicht, auf eine gerechte Verteilung in der Gesellschaft zu achten, statt „nach unten zu treten“. 

Maria Rhomberg
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