Mentale Gesundheit erfolgreich im Unternehmen etablieren

Mentales Wohlbefinden als Erfolgsfaktor: Mavie-Experten geben 6 Tipps für die Einführung psychosozialer Beratung im Unternehmen.

Die Arbeitswelt kann mit Stress und Druck verbunden sein, die das psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden beeinträchtigen. Hier setzt psychosoziale Beratung oder Employee Assistance, kurz EAP, im Unternehmen an. Indem EAP professionelle Unterstützung bei der Bewältigung persönlicher Probleme, Stressoren und Konflikten bietet, trägt es dazu bei, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen. Und das liegt hoch im Kurs, denn Unternehmen, die solche Dienste bereitstellen, zeigen ihre Fürsorge für die Belegschaft als Ganzes und für jeden einzelnen als Individuum. Das schafft Vertrauen und zieht neue Mitarbeiter:innen an.

GESUND IM BÜRO

Psychosoziale Beratung am Arbeitsplatz kann verschiedene Formen annehmen, von Einzelgesprächen bis hin zu Gruppensitzungen oder Workshops. Sie kann auf Themen wie Stressmanagement, Konfliktlösung, Work-Life-Balance, Resilienz und persönliche Entwicklung abzielen. Auch private und familiäre Themen, die das Wohlbefinden beeinflussen, haben Platz. Beraten lassen können sich alle Beschäftigte, egal ob Führungskraft, Facharbeiter:in, Bürokraft oder Produktionsmitarbeiter:in. Vielfach steht das Service auch Familienmitgliedern offen. Denn klar ist: Mitarbeiter:innen, die sich umsorgt und verstanden fühlen, sind motivierter und engagierter.

MIT UNTERSTÜTZUNG VON AUSSEN

Unternehmen, die die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden fördern wollen, setzen am besten auf externe Experten. So ist garantiert, dass ausreichend gut ausgebildete Berater:innen zur Verfügung stehen, dass die richtigen Maßnahmen angeboten werden und die notwendige Vertraulichkeit garantiert ist.

Karin Lehner-Illetschko, Expertin für Customer & User Centricity bei Mavie, begleitet Unternehmen bei der Einführung von Employee Assistance Programmen im Betrieb. Sie kennt die Herausforderungen: „Will man es als Unternehmen richtig machen, geht es zunächst darum zu verstehen, welchen positiven Einfluss die mentale Gesundheit der Mitarbeiter:innen auf das Unternehmen haben kann, was die Mitarbeiter:innen für ihr psychisches Wohlbefinden benötigen und wie man als Organisation im unternehmerischen Kontext wirksam werden kann. Erfahrungsgemäß ist es auch wichtig, mögliche Hürden für die Einführung von EAP zu kennen. Diese sind in der Regel: Vorrang des Tagesgeschäftes, mangelnde Unterstützung durch Entscheider, keine ausreichenden personellen Ressourcen oder finanziellen Mittel. Und, zu wenig Wissen, wie externe Unterstützung aussehen kann bzw. welche Lösungen und Möglichkeiten es gibt.“

Wesentlich sind auch Kontinuität und Langfristigkeit. Als Unternehmen gilt es am Ball zu bleiben, will man die Früchte der mentalen, betrieblichen Gesundheitsförderung ernten. Der Einfluss auf die Employer Brand oder die Mitarbeiter:innenfluktuation zeigen sich nicht von heute auf morgen. Dass sich ein Investment in Gesundheit jedoch lohnt, zeigt eine Studie von Gallup1: 68 % der Befragten schätzen den Mehrwert von ganzheitlichen Gesundheitsangeboten am Arbeitsplatz. 62 % sagten, eine betriebliche Gesundheitsvorsorge macht einen Arbeitgeber attraktiver und 59 % gaben an, dass damit ihr Commitment für das Unternehmen steigt. 

6 SCHRITTE FÜR DIE ERFOLGREICHE IMPLEMENTIERUNG VON EAP

Die Einführung von psychosozialer Beratung im Unternehmen muss nicht immer als Großprojekt und in einem singulären Kraftakt umgesetzt werden. Eine Strategie der sinnvollen und machbaren Aktivitäten mit verdaulichem Aufwand führt auch zum Ziel. Damit die Einführung im Unternehmen gut gelingt, empfehlen die Experten von Mavie sechs Punkte:

1) UNTERSTÜTZUNG DURCH FÜHRUNGSKRÄFTE UND MANAGEMENT: Planen Sie genügend Zeit für die interne Überzeugungsarbeit ein. Geben Sie Führungskräften genug Raum und ausreichend Argumente, um eine fundierte Entscheidung für das Unternehmen zu treffen.

2) EINBINDUNG WICHTIGER STAKEHOLDER: Identifizieren Sie die für die Umsetzung wichtigsten Stakeholder in Ihrem Unternehmen. Holen Sie sie frühzeitig an Bord und machen Sie sie zu Partnern. Teilen Sie die Verantwortlichkeit für die mentale Unternehmensgesundheit.

3) EXPERTISE EXTERNER PARTNER: Gerade im Zusammenhang mit mentaler Gesundheit ist es besonders wichtig, externe Partner miteinzubeziehen. Diese verfügen über spezielle Ausbildungen und Kenntnisse, die innerhalb des Unternehmens normalerweise nicht vorhanden sind. Nutzen Sie deren Wissen über ganzheitliche und evidenzbasierte Programme.
4) EVALUIERUNG UND INTEGRATION: Machen Sie EAP zum Teil der Unternehmensstrategie. Richten Sie die Ziele der psychosozialen Beratung an den Zielen des Unternehmens aus. Evaluieren Sie eventuelle, bereits bestehende und funktionierende Maßnahmen und führen Sie sie mit neuen Maßnahmen zusammen

Karin Steinbichler
Metrum Communications GmbH
Mail: karin.steinbichler@maviework.care
Tel: +43 699 15909099

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