
ÖGB, PRO-GE und GPA unterstützen schwedischen Arbeitskampf gegen Tesla
E-Autohersteller verweigert Kollektivvertragsverhandlungen – Rückkehr an den Verhandlungstisch, sonst drohen Streiks
Der E-Autohersteller Tesla hat sich in Schweden gut etabliert, Service- und Autowerkstätten gibt es unter anderem in Stockholm, Umeå, Uppsala, Norrköping, Örebro, Malmö und Göteborg. Mit dem nordischen Kollektivvertrags-Modell kann der US-Konzern trotzdem offenbar nur wenig anfangen. Seit Herbst 2022 verhandelt die schwedische Gewerkschaft IF Metall mit Tesla über einen Kollektivvertrag, jetzt ließ der Konzern wissen, dass Kollektivvertragsverhandlungen „aus Prinzip“ verweigert werden, das gewerkschaftliche Grundrecht würde nicht ins Unternehmenskonzept passen.
Eine Entwicklung, die Arbeitnehmer:innen natürlich benachteiligen würde: Ohne Kollektivvertrag fehlen der ausreichende Versicherungsschutz und essenzielle Zusatzleistungen wie die zusätzliche Altersvorsorge oder der Anspruch auf Altersteilzeit. Auch die Löhne und Gehälter, die Tesla in Schweden zahlt, sind im Branchenvergleich unterdurchschnittlich, weswegen Veli-Pekka Säikkälä, Vertragssekretär der IF Metall mit ernsten Konsequenzen droht: „Tesla muss sofort an den Verhandlungstisch zurückkehren. Sonst antworten wir mit Arbeitskampfmaßnahmen, von Neueinstellungs- und Überstundenblockaden bis hin zu Streiks wird alles in Betracht gezogen.“
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