„dokFilm: Rita Hayworth – Zu viel vom Leben“: Berührendes Porträt eines tragischen Starlebens zum 105. Geburtstag der Filmdiva

Am 15. Oktober um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Rita Hayworth war Hollywoods „Love Goddess“, der Inbegriff der Femme fatale. Sie war das, was man in den USA als „Bombshell“ bezeichnet – so sehr, dass Soldaten einen atomaren Sprengkörper – ganz zu ihrem Missfallen – mit ihrem Konterfei versahen. Doch Hayworth war weit mehr als das populärste Pin-up in den Spinden der GIs. Die Film-Tanzpartnerin von Fred Astaire und Gene Kelly war eine Frau, die trotz all des Glamours, den sie verströmte, im Leben zutiefst verunsichert war. Eine Latina, die in einem schmerzhaften Prozess zur „All American Beauty“ transformiert wurde. Das Missbrauchsopfer ihres eigenen Vaters, mit einem später fatalen Hang zu „bösen Buben“. Ein Star, der in reiferen Jahren das eigene Image konterkarierte. Und die erste Alzheimer-Patientin, die als solche weltweite Publizität erhielt Die Filmemacher Katja Runge und Henning van Lil zeichnen dieses bewegte Künstlerleben in ihrer Doku „Rita Hayworth – Zu viel vom Leben“ nach – zu sehen im „dokFilm“ am Sonntag, dem 15. Oktober 2023, um 23.05 Uhr in ORF 2 anlässlich des 105. Geburtstags der Filmdiva.

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Als sie in ihrem berühmtesten Film „Gilda“ zu dem Song „Put the Blame On Mame“ hüftkreisend einen Handschuh abstreifte, war dies erotischer als jeder konventionelle Striptease. Das Image der gefährlich-unwiderstehlichen Frau sollte an ihr haften bleiben wie Pech. Nichts erinnerte mehr an Margarita Carmen Cansino – so ihr bürgerlicher Name – die sich in einer kosmetischen Tortur den Haaransatz anheben lassen musste, um ihre ethnischen Spuren zu verwischen. Diesen Raub an Identität, um einen imagegerechten Stempel verpasst zu bekommen, formulierte Hayworth mit pointierter Bitterkeit: „Jeder Mann, den ich kannte, verliebte sich in Gilda, aber wachte mit mir auf“.

Noch als Kind hatte sie ihr Vater, Tänzer und Sohn spanischer Einwanderer, aus der Schule genommen und zu seiner „Partnerin“ gemacht – und dies nicht nur beim Tanzen. Das Mädchen wurde ständig missbraucht – vielleicht stammte daher ihr selbstzerstörerischer Hang zu „Bad Guys“. Ihre Ehemänner wie Film-Genie Orson Welles und Playboy-Prinz Aly Aga Khan betrogen sie fortwährend. Im Alter von 62 Jahren wurde bei ihr die Alzheimersche Krankheit diagnostiziert, die letztlich zu ihrem frühen Tod führte. In der Erinnerung des Publikums aber wird sie immer die strahlende Schönheit von einst bleiben. Zu Wort kommen in der Doku unter anderen die einstigen Weggefährten Robert Wagner und Constance Towers, sowie Hayworths Tochter Yasmin Aga Khan.

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