Bundesjugendvertretung zu Budget: Jetzt in Kinder und Jugendliche investieren!

Es braucht langfristige Maßnahmen gegen Kinderarmut, psychische Belastungen und zur Absicherung von Bildung und Jugendarbeit.

Im Vorfeld der Vorlage des neuen Budgets macht die Bundesjugendvertretung (BJV) auf den Handlungsbedarf im Kinder- und Jugendbereich aufmerksam: „Junge Menschen sind von vielen Krisen belastet. Langfristige Unterstützung für Kinder und Jugendliche muss sich im kommenden Budget widerspiegeln“, betont BJV-Vorsitzender Julian Christian.

Ein dringender Bereich ist weiterhin die psychische Gesundheit: „Kinder und Jugendliche sind immer noch überdurchschnittlich von psychischen Belastungen betroffen. Die Suizidalität hat sich in den letzten Jahren sogar verdreifacht. Deshalb braucht es Investitionen in den Ausbau der Kassenversorgung und auch eine langfristige Absicherung des Projektes Gesund aus der Krise, das jungen Menschen niederschwellig Hilfe anbietet“, so Julian Christian.

Auch bei der Bildung gibt es große Baustellen: „Im Bildungsbereich müssen vor allem die Personallücken gefüllt werden und dafür fehlt immer noch ausreichende Finanzierung. Zusätzlich zu den Pädagog*innen in Kindergärten und Schulen braucht es vor allem psychologisches Unterstützungspersonal. Nur so können die Belastungen junger Menschen rechtzeitig erkannt und Abhilfe geschaffen werden“, so BJV-Vorsitzender Sabir Ansari.

KINDERARMUT ENDLICH ABSCHAFFEN

Die Teuerung ist in diesem Jahr nochmals ganz massiv spürbar, betont BJV-Vorsitzende Rihab Toumi: „Bei vielen Familien gibt es einfach kein Einsparungspotenzial mehr. Die bisherigen kurzfristigen Zuschüsse reichen oft nicht aus. Wenn jedes fünfte Kind von Armut betroffen oder bedroht ist, ist das beschämend für unser Land. Beim letzten Budgetbeschluss unter dieser Regierung muss das Thema Kinderarmut ganz oben stehen, denn es war als großes Vorhaben im Regierungsprogramm angekündigt. Wir erwarten uns daher jetzt nachhaltige Schritte, wie die Einführung einer Kindergrundsicherung.“

KINDER- UND JUGENDARBEIT ALS WICHTIGE STÜTZE ABSICHERN

Ein weiterer wichtiger Bereich, in dem die Teuerung stark spürbar ist, ist die Kinder- und Jugendarbeit. Diese ist für junge Menschen ein wichtiger Pfeiler zur Krisenbewältigung, wie auch eine BJV-Studie zeigt.

„Letztes Jahr hat die Regierung erfreulicherweise nach über 20 Jahren erstmals eine Anpassung der Bundes-Jugendförderung initiiert. Aber die Inflation stellt Kinder- und Jugendorganisationen weiter vor große Herausforderungen“, erklärt BJV-Vorsitzende Sabrina Prochaska, die darauf verweist, dass man bei der Organisation der Sommerlager schon an die Grenzen gestoßen ist. „Darauf muss budgetär eingegangen werden. Die Inflation muss abgefedert werden, sonst wird es schwierig, die wichtigen Angebote für Kinder und Jugendliche weiter zur Verfügung stellen zu können“, so Prochaska.

Abschließend verweist die Vorsitzende darauf, dass bei Kindern und Jugendlichen keinesfalls eingespart werden dürfe: „Investitionen in gutes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche müssen Priorität haben. Nicht nur für die jungen Menschen selbst, sondern sie kommen langfristig der gesamten Gesellschaft zugute. Wir brauchen Perspektiven“, so Prochaska.

Bundesjugendvertretung
Nicole Pesendorfer-Amon
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