WK Wien: Nachfrage-Boom bei Kachelöfen

20. Oktober ist Tag des Kachelofens – 50 Prozent Auftragsplus in Wien – Kluhs: „Energie-Krise heizt Nachfrage an“

Hohe Gas- und Ölpreise sowie die Sorge um die Versorgungssicherheit, laut dem Innungsmeister der Wiener Hafner in der Wirtschaftskammer Wien, Peter Kluhs, sind das Hauptmotive für den aktuellen Nachfrage-Boom an Kachelöfen: „Wir verzeichnen aktuell um 50 Prozent mehr Nachfrage“, verrät Kluhs. 

ZAHL STEIGEND: RUND 600 NEUE KACHELÖFEN PRO JAHR

Laut Schätzungen haben rund 35.000 Wien-Haushalte einen Kachelofen, der jährliche Zuwachs beläuft sich auf etwa 600. Kluhs: „Wir bemerken in Wien auch einen starken Trend zur Instandsetzung alter, historischer Kachelöfen, wie sie in klassischen Wiener Wohnungen vorhanden sind. Bei Neubauten bemerken wir den Trend, verschiedene Systeme mit dem Kachelofen im Verbund zu verwenden, um das Haus energieautark zu heizen.“  

REGIONAL BESTE WERTSCHÖPFUNG

Kachelöfen helfen auch, den Klimawandel einzubremsen. Denn der Brennstoff Holz ist natürlich, wächst wieder nach und ist ein erneuerbarer Energieträger. „Laut einer aktuellen Studie hat der Kachelofen unter allen Heizsystemen auch die beste, regionale Wertschöpfung – und stärkt somit die heimische Wirtschaft“, so Kluhs: „Und die Preisanpassungen beim Holz sind im Vergleich zu Gas und Öl jedenfalls moderat.“ Brennholz gilt als Abfallprodukt in der Holzwirtschaft, ist damit klimaneutral und nach Berechnungen des Österreichischen Kachelofenverbands das derzeit günstigste Heizmittel im Vergleich zu Strom, Gas, Heizöl oder Pellets. 

UNABHÄNGIG VON EXPLODIERENDEN ENERGIEKOSTEN

Kluhs: „Darüber hinaus macht der Kachelofen einen unabhängig vor Versorgungsengpässen, wie etwa Stromausfällen, Energiekrisen oder verzögerten Gaslieferungen.“ Und: „Im Gegensatz zu Wärmepumpen, die elektrisch betrieben werden, ist man beim Kachelofen auch sicher vor explodierenden Stromkosten.“ 

NEUER OFEN IN VIER BIS FÜNF MONATEN

„Wer sich jetzt bei seinem Hafner meldet, hat seinen neuen Kachelofen in vier bis fünf Monaten“, sagt Kluhs: „Drei Monate braucht es ohnehin immer, denn ein handgesetzter Kachelofen bedarf einer guten Planung. Natürlich müssen vorab auch alle baulichen Erfordernisse abgeklärt werden. Etwa ob ein Rauchfang vorhanden ist. Denn dieser ist seit 2012 nicht mehr gesetzlich notwendig.“  

20. OKTOBER IST TAG DES KACHELOFENS 

Schon zum 12. Mal öffnen Wiens Hafnermeister am Tag des Kachelofens, heuer der 20. Oktober 2023, Tür und Tor und bieten allen Interessierten umfassende Infos sowie Energiespar- und Wohlfühltipps aus erster Hand. Infos unter tagdeskachelofens.at 

ÜBER WIENS HAFNER

Die Hafner werden urkundlich seit dem 13. Jahrhundert in Wien erwähnt und wurden 1234 in die Wiener Handwerkszeche als Berufsstand aufgenommen. Nach dem II. Weltkrieg wurde der Einfluss des individuellen Ofenbaues zurückgedrängt, da Brennstoffe wie Öl und Gas immer bedeutender wurden. Der Ölschock in den Siebzigerjahren ließen eine erste Renaissance des Kachelofens zu. Mit der heutigen Aufwertung des Umweltschutzes wurde die Heiztechnik und damit der Kachelofen wesentlich verbessert. Mit modernsten Berechnungsprogrammen kann eine eindeutige Reduktion von Emissionen erzielt werden. Den Beruf des Ofensetzers üben in Wien aktuell 28 Hafner aus. Den regionalen Hafnermeister seines Vertrauens gibt‘s im WKO Firmen A bis Z sowie unter tagdeskachelofens.at/hafnersuche.

Mag. Anna Trummer
Wirtschaftskammer Wien
Presse und Newsroom
T +43 1 514 50-1518
Mobil + 43 660 4816667
E anna.richter-trummer@wkw.at
W news.wko.at/wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender