
Umweltdachverband: EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur nimmt die nächste Hürde
– Erfolg zum Wohle des Planeten: EU sagt JA zum Nature Restoration Law
GESETZ BIRGT SCHMERZHAFTE KOMPROMISSE UND EINIGE SCHLUPFLÖCHER
„Trotz schmerzhafter Kompromisse freuen wir uns, dass die Appelle der Wissenschaft und der Naturschützer:innen Wirkung gezeigt haben: Für das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur wurde gestern Nacht im Trilog eine Einigung erzielt – eine wegweisende Entscheidung“, so _FRANZ MAIER_, Präsident des Umweltdachverbandes. Die EU-Länder müssen demnach bis 2030 mindestens 20 % des Landes und der Meere wiederherstellen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Mitgliedsstaaten mindestens 30 % der unter das neue Gesetz fallende Lebensraumtypen in einen guten Zustand bringen – bis 2040 60 % und bis 2050 90 %. Bis 2030 sollen die Maßnahmen auf Natura 2000-Gebiete priorisiert werden. „Wir begrüßen es besonders, dass konkrete Anforderungen zur Verbesserung der Natur auf landwirtschaftlichen Flächen und zur Wiederherstellung von Mooren und entwässerten Torfgebieten in die Vereinbarung aufgenommen wurden – zur Verringerung der Emissionen des Agrarsektors und zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt“, betont _MAIER_. Außerdem muss auf landwirtschaftlich genutzten Flächen bis Ende 2030 eine positive Entwicklung bei zwei der folgenden Indikatoren erreicht werden: Die Populationen der Wiesenschmetterlinge sollen vermehrt, Hecken auf landwirtschaftlichen Flächen gepflanzt und die Kohlenstoffspeicherung in Böden gefördert werden. Auch für den Wald ist ein Indikatorensystem vorgesehen – ebenfalls ein Zugewinn für die Biodiversität!
Schlupflöcher sind bitterer Beigeschmack
Umweltdachverband
Tina Leonhard
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