GLOBAL 2000 fordert: OMV muss Öl- und Gasbohrungen in Meeresschutzgebiet am persischen Golf unterlassen

Aktuelles Bohrprojekt befeuert Klimakrise und gefährdet vom Aussterben bedrohte Seekühe

Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 ruft heute die OMV-Führung auf, von einem geplanten Bohrprojekt in einem Meeresschutzgebiet im Persischen Golf Abstand zu nehmen: „Während sich die Weltgemeinschaft in wenigen Tagen in Dubai zur Weltklimakonferenz trifft, um Lösungen zu unserem Schutz vor gefährlichen Klimaveränderungen zu finden, beteiligt sich die OMV an Planungen zu großangelegte Gasbohrungen in einem Meeresschutzgebiet in unmittelbarer Nähe. WIR FORDERN DIE OMV-FÜHRUNG UM ALFRED STERN AUF, DIE EIGENEN KLIMASCHUTZ-VERSPRECHEN ERNST ZU NEHMEN UND SICH AN DIESEM ZERSTÖRERISCHEN PROJEKT NICHT LÄNGER ZU BETEILIGEN“, SO JOHANNES WAHLMÜLLER, KLIMA- UND ENERGIESPRECHER VON GLOBAL 2000. 

Die Gasbohrungen sind im Meeresschutzgebiet Marwah geplant, das für seine unschätzbare Artenvielfalt bekannt ist. MARWAH IST DAS ERSTE BIOSPHÄREN-SCHUTZGEBIET DER VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE UND DAS GRÖSSTE SCHUTZGEBIET AM PERSISCHEN GOLF. DORT BEFINDET SICH DAS ZWEITGRÖSSTE VORKOMMEN DER VOM AUSSTERBEN BEDROHTEN SEEKÜHE WELTWEIT. Es bietet Laichplätze für viele Fischarten und ist ein wichtiger Rückzugsort für Meeresschildkröten. Ein ökologisch so einzigartiges Gebiet darf nicht der Umsetzung eines gigantischen Öl- und Gasprojekts, wie es ein Konsortium von Öl- und Gasunternehmen plant zum Opfer fallen. Die OMV ist Teil dieses Konsortiums. BLEIBT ES BEI DEN PLÄNEN, wird laut Angaben der Organisation LINGO, die heute eine Kampagne gegen Öl- und Gasbohrungen in dem Gebiet gestartet hat, eine PRODUKTION VON 42 MIO. M³ GAS UND 120.000 BARREL ÖL PRO TAG ERWARTET. Pro Jahr würde nur dieses eine Projekt TREIBHAUSGASEMISSIONEN VON ETWA 49 MIO. t CO2 verursachen. Zum Vergleich: Österreich hat Jahresemissionen von etwa 77 Mio. t CO2.

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 wendet sich vehement gegen jegliche Neuerschließung von fossilen Energiereserven. Erst am Montag hat der UN Emissions Gap Report aufgezeigt, dass schon derzeit existierende und geplante Öl, Gas- und Kohleproduktionsvorhaben zu gigantischen CO2-Emissionen von 936 Mrd. Tonnen führen, wenn diese völlig ausgebeutet werden. Das ist mehr als das dreifache des CO2-Budgets, das noch für die Einhaltung der 1,5 °C-Grenze zur Verfügung steht. „Öl- und Gaskonzerne sprengen das CO2-Budget, führen uns in die Klimakrise und gefährden die Artenvielfalt, während die Weltgemeinschaft um Einigungen zu unserem Schutz ringt. Wer sich offiziell zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennt, wie die OMV das tut, der darf nicht länger bei diesen zerstörerischen Projekten mitmachen. STATT DIE ARTENVIELFALT ZU GEFÄHRDEN UND UNSER KLIMA ZU ZERSTÖREN, FORDERN WIR DEN AUSBAU NATURVERTRÄGLICHER ERNEUERBARER ENERGIE UND MASSIVE INVESTITIONEN IN EINEN SPARSAMEN UMGANG MIT ENERGIE“, SO JOHANNES WAHLMÜLLER, KLIMA- UND ENERGIESPRECHER VON GLOBAL 2000.

Hannah Keller, Pressesprecherin GLOBAL 2000, 0699 14 2000 64, hannah.keller@global2000.at
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher GLOBAL 2000, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmüller@global2000.at

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