SPÖ-Herr zu Greenpeace-Umfrage: Klare Mehrheit für Privatjet-Verbot

CO2-Ausstoß der Superreichen muss endlich eingedämmt werden

Angesichts der kürzlich von Greenpeace veröffentlichten Umfrage zum privaten Flugverkehr, sieht sich SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr in ihrer Forderung nach einem Verbot von Privatjets bestätigt: „61 Prozent der Österreicher:innen sprechen sich für ein Privatjet-Verbot aus. 73 Prozent lehnen zudem Privatflüge allgemein ab. Das zeigt, dass diese Forderung nicht nur für die Umwelt gut ist, sondern auch von der breiten Mehrheit unterstützt wird.“ ****

Ein 1,5-Stunden-Privatjetflug stößt beispielsweise so viel CO2 aus wie eine durchschnittliche Person in Österreich in fünf Monaten. Alleine die Privatjets in Österreich stießen 2022 so viel CO2 aus wie 65.000 Personen im Schnitt pro Jahr im Sektor Verkehr! „Privatflüge sind nicht nur eine der ungerechtesten, sondern auch die klimaschädlichste Form des Verkehrs!“, erklärt Herr und ergänzt: „Superreiche sind für einen Großteil der CO2-Emissionen verantwortlich, während sie sich den Folgen der Klimakrise am besten entziehen können. Die Kosten und die Folgen der Klimakrise tragen jedoch alle.“ Herr wiederholt daher die Forderung nach einem Privatjet-Verbot in Österreich und die Forderung nach einer EU-weiten Kerosinsteuer auf alle Flüge. Eine Kerosinsteuer, ähnlich der Steuer auf Benzin oder Diesel, wird laut Umfrage von 79 Prozent der Österreichinnen und Österreicher befürwortet.

Herr verweist in dem Zusammenhang auch auf eine aktuelle Analyse von Oxfam, die zeigt, dass das reichste Prozent so viel CO2 wie die ärmeren zwei Drittel ausstößt. Ein Privatjet-Verbot würde genau hier ansetzen und den CO2-Ausstoß der Superreichen eindämmen und bei der Ungleichheit der Emissionen ansetzen. Die Umweltsprecherin kritisiert zudem die steuerliche Begünstigung von Privatjets – laut aktuellen Zahlen von Greenpeace lag der Steuerentgang aufgrund Steuerabsetzbarkeit von Unternehmens-Fahrtkosten mit Privatjet sowie aufgrund des Fehlens der Kerosinsteuer bei 77 Millionen Euro. „Durch ein Verbot könnten wir hier zudem verhindern, dass mit umweltschädlichen Privatjets Steuern gespart werden“, so Herr. Abschließend hält sie fest: „Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie Reiche mit ihrem Luxuskonsum die Umwelt zerstören. Es darf nicht mehr möglich sein, dass man mit dem Privatjet einfach zum Shopping nach Paris oder Mailand fliegt – auf Kosten von allen! (Schluss) sr/lp

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