
Tiroler Tageszeitung, Leitartikel vom 26. November 2023. Von Christian Jentsch: „Ein Funke Hoffnung mitten im Albtraum“.
Zuletzt wurden im Rahmen einer Feuerpause Dutzende Geiseln von der Hamas freigelassen, darunter Frauen und Kinder aus Israel. Ab Dienstag wird sich zeigen, ob das Abkommen nur eine Atempause war oder mehr bedeuten kann.
Für Dutzende Geiseln, die sich sieben Wochen und länger in den Händen der Hamas-Terroristen befanden, ist der Albtraum zu Ende. Sie wurden im Zuge des von Katar und den USA vermittelten Abkommens, im Rahmen dessen vorerst 50 israelische Geiseln im Gegenzug für 150 palästinensische Häftlinge freikommen sollen, in den vergangenen Tagen dem Roten Kreuz übergeben und in israelische Kliniken gebracht. Bei den freigelassenen israelischen Geiseln handelt es sich um Kinder und Frauen, die am 7. Oktober beim Terrorangriff der Hamas auf Israel entführt wurden, während andere 1200 Israelis oft bestialisch ermordet wurden. Unter anderem sind bisher auch mehrere thailändische Staatsbürger und eine vierjährige US-Bürgerin freigekommen. Für den Großteil der von der Hamas verschleppten Geiseln ist der Albtraum aber noch nicht zu Ende. Auch nicht für Hunderttausende Palästinenser. Die humanitäre Katastrophe im großteils zerbombten Gazastreifen hat längst dramatische Ausmaße angenommen. Die vereinbarte Feuerpause gilt vorerst bis Dienstagfrüh. Wenn weitere Geiseln freigelassen werden, könnte sie bis zu zehn Tage verlängert werden, hieß es aus Katar.
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