Humus statt Gülle: Protest für Schweinehaltung im Freien in Fußgängerzone St. Pölten

BH St. Pölten Land schickt Betrieb Hubmann zahlreiche Strafbescheide mit horrenden Strafhöhen von je mehr als € 3.000, bis Schweine weg sind

Der Unterschied ist eklatant. Nicht nur, dass in Hubmanns Schweinebetrieb im Gegensatz zu Vollspaltenboden Betonbunkern die Tiere ständig im Freien bei guter Luft und Sonnenschein leben dürfen, mit mehr Platz, Naturboden zum Wühlen und sogar einer Suhle. Auch der Kot der Tiere endet in extrem verschiedener Form. Während im Vollspaltenbetrieb die Exkremente im Güllebecken landen, zum Himmel stinken und einen ekelhaften Brei ergeben, der das sehr potente Treibhausgas Methan in die Atmosphäre entweichen lässt, kompostieren dieselben Exkremente im Betrieb Hubmann zu einer wohlriechenden Humuserde. Das hat der VGT heute zusammen mit den Brüdern Hubmann in der Fußgängerzone von St. Pölten der Öffentlichkeit präsentiert. Einerseits die stinkende Vollspaltengülle in drei großen Kübeln, andererseits der wohlriechende Humus in zwei Kisten. Die Gründe für die restlose und rasche Kompostierung der Schweineexkremente im Betrieb Hubmann sind vielfältig. Erstens bindet die dicke Strohmatte den Kot von Anfang an. Und zweitens beginnen die Mikroorganismen aus dem Naturboden sofort mit der Kompostierung. Dieser Vorgang wird durch das Wühlverhalten der Schweine sehr unterstützt, die für eine gute Durchmischung sorgen. Am Ende des Mastzyklus wird das Gehege an anderer Stelle neu aufgebaut. Die Strohmatte wird entfernt und benötigt noch 6 Wochen, bis sie vollständig in fruchtbaren schwarzen Humus umgewandelt ist, der sogar CO2 bindet. 

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