
Vom Vorgesetzten sexuell belästigt und attackiert: AK Oberösterreich erkämpfte 4.000 Euro Schadenersatz
ORDINÄRE BEMERKUNGEN, FRAGEN NACH DEM INTIMLEBEN UND UNERWÜNSCHTE NACHRICHTEN: EINE ARBEITERIN IN EINEM PRODUKTIONSBETRIEB WAR ÜBER LÄNGERE ZEIT SEXUELLER BELÄSTIGUNG DURCH IHREN VORGESETZTEN AUSGESETZT. DABEI SCHRECKTE DER BELÄSTIGER AUCH NICHT VOR KÖRPERLICHEN ÜBERGRIFFEN ZURÜCK. DIE ARBEITERKAMMER OBERÖSTERREICH HALF UND KONNTE FÜR IHR MITGLIED 4.000 EURO SCHADENERSATZ ERKÄMPFEN.
Die Frau wurde über einen längeren Zeitraum sexuell belästigt und war zusätzlich auch körperlichen Übergriffen ausgesetzt. Dabei versuchte ihr Vorgesetzter, sexuelle Gefälligkeiten als „Gegenleistung“ für sein Entgegenkommen bei dienstlichen Notwendigkeiten einzufordern. Er kommentierte ihr Äußeres, machte ordinäre Bemerkungen, fragte nach ihrem Intimleben und sprach in ihrer Gegenwart ständig über Sex. Zusätzlich belästigte der Vorgesetzte die Mitarbeiterin mit pornografischen und ordinären digitalen Nachrichten. Das alles, obwohl die Frau mehrmals erklärte, sein Verhalten sei ihr unangenehm und er solle dies unterlassen. Die Situation eskalierte, als der Vorgesetzte aufgrund der Zurückweisung die Frau schließlich sogar schlug. Die Frau erkrankte und sah keinen anderen Ausweg mehr, als das Arbeitsverhältnis zu beenden. Danach wandte sie sich hilfesuchend an die AK Oberösterreich. Im Zuge außergerichtlicher Verhandlungen konnten für die Frau 4.000 Euro Schadenersatz für die erlittene persönliche Beeinträchtigung erkämpft werden.
Sexuelle Belästigung verstößt klar gegen das Gesetz
Arbeiterkammer Oberösterreich
Mag. Gregor Kraftschik
0506906-2480
kraftschik.g@akooe.at
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