Pfurtscheller: Frauengesundheitsbericht soll Gender-Medizin stärken

Bogner-Strauß: Kostenlose HPV-Impfung war wichtige frauenpolitische Maßnahme

„Die Fokussierung der Medizin auf den Mann, insbesondere der medizinischen Forschung am Mann als Standard für Diagnose und Therapie von Krankheiten, kann zu Fehldiagnosen bei Frauen führen. Es ist daher wichtig, gezielt evidenzbasierte Maßnahmen für eine verbesserte Frauengesundheit erzielen zu können“, umreißt ÖVP-Frauensprecherin Elisabeth Pfurtscheller die Wichtigkeit des Frauengesundheitsberichts 2022, der heute, Mittwoch, auf der Tagesordnung des Gesundheitsausschusses steht und zu dem ein öffentliches Expertinnen- und Expertenhearing stattfindet. Aus dem Bericht geht unter anderem hervor, dass rund 20 ihrer durchschnittlich 84 Lebensjahre Frauen in mittelmäßiger bis schlechter Gesundheit verbringen. Eine zentrale Erkenntnis war, dass zu zahlreichen frauenspezifischen Gesundheitsfragen in Österreich keine repräsentativen Daten vorliegen.

Pfurtscheller: „Obwohl mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung Frauen sind, sind klassische Gesundheitsberichte in der Regel noch immer vorrangig an Männern orientiert. Der letzte Frauengesundheitsbericht stammt aus dem Jahr 2010. Es war also höchst an der Zeit für einen aktuellen Bericht, um gezielt evidenzbasierte Schritte für eine verbesserte Frauengesundheit setzen zu können“, sagt Pfurtscheller. „Mit dem Frauengesundheitsbericht liegen nun nach über zehn Jahren erstmals wieder Informationen zur gesundheitlichen Lage von Frauen und Mädchen vor. Denn um den höchsten Gesundheitsstandard für alle zu erreichen, muss auf die besonderen Erfordernisse von Frauen spezifisch eingegangen werden“, so die ÖVP-Abgeordnete.

Die Abgeordnete und Bundesleiterin der ÖVP-Frauen, Juliane Bogner-Strauß, wies in ihrem Redebeitrag auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hin. „Die kostenlose HPV-Impfung bis zum 21. Lebensjahr im Bereich der Frauengesundheit war eine wichtige frauenpolitische Maßnahme dieser Bundesregierung.“ Es gelte nun, die Durchimpfungsrate zu erhöhen.

Gewalterfahrungen seien ein hoher Risikofaktor zur Ausprägung psychischer Erkrankungen, so die Mandatarin weiter. Einen niederschwelligen Zugang sollen hier die Gewaltambulanzen gewährleisten, wo sich Betroffene in einem geschützten Setting kostenfrei untersuchen lassen können. Die Bundesregierung habe hier wichtige Initiativen gesetzt, die zu einer erheblichen Verbesserung und niederschwelligen Versorgung führen werden. (Schluss)

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