Sidl kritisiert türkische Politjustiz gegen Aleviten

St. Pölten (OTS) – Die kürzlich erfolgte Festnahme von Mehmet Ali Çankaya am Flughafen in Istanbul ist der jüngste Vorfall in der Diskriminierung der alevitischen Glaubensgemeinschaft in der Türkei. Çankaya, Ehrenvorsitzender der Föderation der Alevitischen Gemeinden in Österreich (AABF), wurde unter dem Vorwurf der „Terrorismus-Propaganda“ an der Ausreise nach Österreich gehindert. Der Prozess gegen ihn soll bereits in einer Woche stattfinden. „Die Diskriminierung der Aleviten in der Türkei muss endlich aufhören“, betont SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl, der auch in diesem Fall die rasche Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit fordert: „Justiz muss immer unabhängig und unparteiisch sein. Alles andere ist mit demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar.“

Çankaya, der nach der Erdbebenkatastrophe im Vorjahr ein Containerdorf errichtet hatte, um der notleidenden Bevölkerung zu helfen, wird offenbar eine nicht näher spezifizierte Aussage in einer seiner zahlreichen öffentlichen Reden zur Last gelegt. „Dieses Vorgehen ist fadenscheinig. Die Türkei muss endlich umdenken und die Repressionen gegen die Aleviten einstellen“, so Sidl weiter.

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