SP-Hanke/Gaál/Schumann: “Frauen erhalten unser System”

Wiener SPÖ-Frauen starten Kampagne “Weil das Leben mehr kann” und rücken Systemerhalterinnen in den Fokus

Frauen tragen maßgeblich zur Aufrechterhaltung unseres Systems bei, sei es in der Pädagogik, im Einzelhandel, der Reinigung, Pflege oder als medizinisches Personal. LAbg. Marina Hanke, Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, betont: „Über 80% der Arbeitnehmer*innen in diesen Berufen sind Frauen. Leider arbeiten viele von ihnen unter unsicheren Bedingungen, mit geringer Absicherung und begrenzten Aufstiegschancen. Die Bezahlung ist meistens viel zu niedrig. Das zeigt, dass die Arbeit von Frauen noch immer nicht genug geschätzt wird. Unsere aktuelle Kampagne rückt daher die Systemerhalterinnen in den Fokus.“

Diese Missstände führen zu Problemen. Viele Frauen sind finanziell von Familienmitgliedern abhängig, was auch zu weniger Geld am Pensionskonto und letztendlich zu Altersarmut führt.

SCHUMANN: „TEILZEIT NICHT AUS WAHL, SONDERN AUS NOTWENDIGKEIT“ 

BR Korinna Schumann, Vorsitzende der FSG-Frauen in Wien, ergänzt: “Frauen wählen nicht aus Lust und Laune die Teilzeit, sondern weil die Umstände ihnen keine andere Wahl lassen. Es ist verständlich, dass Frauen eher in Teilzeit oder Karenz gehen, wenn der Mann mehr verdient und der Haushalt von seinem Gehalt abhängig ist. Die meisten Frauen entscheiden sich nämlich für Teilzeit, um Kinder zu betreuen oder Verwandte zu pflegen. Grund ist oft der Mangel an ganztägiger, kostenloser Kinderbetreuung. Daher setzen wir uns für einen rechtlichen Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag des Kindes ein.”

Kathrin Gaál, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien und Frauenstadträtin, betont: „In Wien setzen wir uns dafür ein, dass Frauen nicht zwischen Job und Familie wählen müssen. Durch Maßnahmen wie kostenlose Kindergärten, den Ausbau der Gratis-Ganztagsschulen und Schulungsangebote für Frauen verbessern wir die Bedingungen für Gleichstellung. Die vergleichsweise niedrige Teilzeitquote in Wien zeigt, dass diese Maßnahmen wirken.“ 

GAÁL: „FRAUEN SIND LEISTUNGSTRÄGERINNEN UND HALTEN UNSERE GESELLSCHAFT AM LAUFEN. IN WIEN SETZEN WIR UNS FÜR DIE VEREINBARKEIT VON JOB UND FAMILIE EIN“

Kathrin Gaál, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien und Frauenstadträtin, betont: „Frauen leisten nach wie vor einen Großteil der unbezahlten Arbeit. Außerdem halten Frauen in den Krankenhäusern, in den Supermärkten, in Kindergärten und Schulen unsere Gesellschaft am Laufen und sind Leistungsträgerinnen!“, so Gaál. Und: „In Wien setzen wir uns dafür ein, dass Frauen – und Männer – Job und Familie vereinbaren können. Durch Maßnahmen wie kostenlose Kindergärten, den Ausbau der Gratis-Ganztagsschulen und Schulungsangebote für Frauen verbessern wir die Bedingungen für Gleichstellung.“

Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch psychisch geht es Frauen in systemrelevanten Jobs oft schlecht. Lange Arbeitszeiten, Arbeiten, wenn die meisten frei haben, Zeitdruck und Isolation prägen oft ihren Alltag.

HANKE: „WO IST EIGENTLICH FRAUENMINISTERIN RAAB GEBLIEBEN?“ 

LAbg. Marina Hanke, Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, kritisiert: „Es gibt sinnvolle Maßnahmen, wie Wien zeigt. Wenn es trotzdem an allen Enden und Ecken hapert, läuft im System etwas gewaltig falsch. Dass Österreich zum Beispiel die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz nicht umsetzt, ist eine Frechheit! Eine Frauenministerin sollte alles in Bewegung setzen, um das zu ändern. Leider können wir das von dieser Bundesregierung nicht erwarten. Zeit wird’s, dass Österreich endlich wieder eine richtige Frauenministerin bekommt!“ (Schluss)

SPÖ-Frauen Wien
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