Die untragbaren Kosten der EU-Klimaziele

Das Hayek Institut nimmt mit großer Sorge die jüngsten Ambitionen der Europäischen Union zur Kenntnis, die darauf abzielen, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Während die Ziele im Sinne des Klimaschutzes anstrebenswert sind, warnen wir vor den gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen dieser Politik.

HÖHERE PREISE UNAUSWEICHLICH

Das Vorhaben der EU, eine derart drastische Reduktion durchzuführen, erfordert immense finanzielle Mittel. Diese können wohl nur durch zusätzliche Geldschöpfung bereitgestellt werden. Barbara Kolm, Direktorin des Hayek Instituts, erklärt hierzu: „Die Finanzierung dieser Klimaziele durch weiteres Gelddrucken wird unweigerlich zu einer Erhöhung der Inflation führen, wodurch die Kaufkraft der Bürger Europas weiter erodiert und insbesondere die ärmeren Bevölkerungsschichten hart getroffen würden.“

WENIGER PRODUKTIVITÄT UND ABWANDERUNG VON UNTERNEHMEN

Die geplanten Maßnahmen bergen das Risiko, die Produktivität europäischer Unternehmen zu verringern und könnten insbesondere die Industrie dazu veranlassen, Europa den Rücken zu kehren. „Diese Politik wird Europa als Wirtschaftsstandort unattraktiv machen. Die Kosten für die Umsetzung sind prohibitiv und werden Unternehmen dazu zwingen, in Regionen mit weniger restriktiven Regulierungen abzuwandern“, ergänzt Martin Gundinger, Senior Research Fellow am Institut.

EIN VOLATILERES ENERGIENETZ

Die Abhängigkeit von erneuerbaren Energiequellen ohne ausreichende Speicherlösungen und Back-up-Systeme wird zu einer höheren Volatilität im Energieversorgungsnetz führen. Dies untergräbt die Versorgungssicherheit und könnte zu häufigeren und längeren Stromausfällen führen, was die europäische Wirtschaft und die Lebensqualität der Bürger beeinträchtigt.

EXORBITANTE KOSTEN

Die enormen Kosten, die mit der Erreichung dieser Klimaziele verbunden sind, werden nicht nur die europäischen Steuerzahler belasten, sondern auch die finanziellen Ressourcen für andere kritische Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen und Infrastruktur einschränken. „Die Kosten dieser Politik sind realistischerweise in der jetzigen Situation nicht tragbar und setzen die wirtschaftliche Zukunft Europas aufs Spiel“, warnt Kolm.

Durch die Bindung erheblicher finanzieller und wirtschaftlicher Ressourcen auf diese Klimaziele schwächt die EU ihre Möglichkeiten, auf zukünftige Krisen zu reagieren. Weniger Wohlstand bedeutet, dass unvorhergesehene Herausforderungen weniger gut bewältigt werden können, dass Europa schlechter aufgestellt sein wird, um den Bedürfnissen seiner Bürger in der Zukunft gerecht zu werden. Das gilt vor allem auch für Herausforderungen durch den Klimawandel: Wenn wir nun Mittel erfolglos binden und das Ziel verfehlen, weil die europäischen Einsparungen durch andere Länder überkompensiert werden, werden wir Ressourcen verschwendet haben und als Folge wegen drastisch gesunkenem Wohlstand deutlich schlechtere Möglichkeiten haben, uns dem Klimawandel anzupassen.

FAZIT

Das Hayek Institut fordert eine Neubewertung der EU-Klimapolitik, die eine realistische Einschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen und möglicher Alternativen berücksichtigt. Es ist essentiell, eine tragfähige Balance zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Vernunft zu finden, um die Lebensqualität und den Wohlstand in Europa für zukünftige Generationen zu sichern.

Martin Gundinger
martin.gundinger@hayek-Institut.at
0664 1218969

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