younion-Meidlinger: Keine Diskriminierung von KFA-Versicherten

HIV-Schutz muss für alle Beschäftigten kostenlos sein

Jährlich werden in Österreich bis zu 400 HIV-Infektionen neu diagnostiziert. Die sogenannte HIV-Präexpositionelle Prophylaxe (PrEP) kann medikamentös vor einer Ansteckung schützen. Im Gesundheitsausschuss des Parlaments wurde beschlossen, das Medikament kostenlos zur Verfügung zu stellen – allerdings nicht für alle Versicherten. Denn im Ministeriumsvorschlag werden Bedienstete der Landes-Krankenfürsorgeanstalten (KFA) ausgenommen.

„Das ist eine Diskriminierung, die völlig unerklärlich ist“, zeigt sich Christian Meidlinger, Vorsitzender der younion _ Die Daseinsgewerkschaft, empört. Und weiter: „Warum haben zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Müllabfuhr oder der Wiener Krankenhäuser kein Recht sich vor HIV zu schützen? Warum werden tausende Beschäftigte einfach ausgeschlossen?“

Meidlinger verweist dabei auch auf die Presseaussendungen des Parlaments und der Bundesregierung. Denn darin wird explizit geschrieben, dass sich künftig ALLE Menschen vor einer Infektion schützen können.

Der younion-Vorsitzende: „Die Idee hinter der kostenlosen Prophylaxe ist, dass es bis zum Jahr 2030 keine HIV-Neuansteckungen in Österreich mehr gibt. Es ist also widersinnig hier Ausnahmen zu machen, wer das Medikament bekommt und wer nicht.“

Meidlinger fordert eine rasche Änderung des Gesetzes, bevor es im Nationalrat beschlossen wird: „Noch ist Zeit diese Diskriminierung zu stoppen. Außerdem sollte auch gleich eine Finanzierung über das Jahr 2026 hinaus gesichert werden.“

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