Veranstaltungsreihe „Zukunft Gesundheit“: 10 Jahre Nationales Krebsrahmenprogramm in Österreich

Wien, 28.02.2024 – Anlässlich des 10. Jubiläums des „Nationalen Krebsrahmenprogramms in Österreich“ luden die Karl Landsteiner Gesellschaft in Kooperation mit MSD Österreich ins Parlament. Expert:innen aus allen Stakeholdergruppen diskutierten über bisherige Entwicklungen sowie künftige Anforderungen und Herausforderungen in der Versorgung von Krebserkrankungen.

„Mit dem „Nationalen Krebsrahmenprogramm in Österreich“ wurde 2014 ein Instrument geschaffen, das bundesweit bereits viele wegweisende Entwicklungen angestoßen hat. Die dort definierten Maßnahmen sind nun – 10 Jahre danach – in einem breiten Abstimmungsprozess mit den relevanten Entscheidungsträger:innen organisatorisch und inhaltlich weiter voranzubringen, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. Ich bin zuversichtlich, dass das Programm in gemeinschaftlicher Arbeit gut weiter ausgebaut werden kann und auch wird.“, richtete Dr. Josef Smolle, Nationalratsabgeordneter und Gesundheitssprecher der ÖVP, seine Begrüßungsworte an das Publikum. 

ÖSTERREICH IM OBEREN MITTELFELD MIT LUFT NACH OBEN

Im anschließenden Impulsvortrag stellte Dr. Thomas Hofmarcher, Research Director des Swedish Institute for Health Economics, einen Vergleich von Österreichs Krebsversorgung zu jener des EU-Durchschnitts an. Obwohl sich Österreich mit Platz 10 im oberen Mittelfeld hinsichtlich der Überlebensrate einordnet, besteht dennoch weiterhin viel Potenzial zur Verbesserung. Besonders die Prävention wird als „Sorgenkind“ bezeichnet. Auch das Fehlen von ausreichend Gesundheits-Daten sowie deren Monitoring und Evaluation wird als Kritikpunkt hervorgehoben. „Dennoch ist Österreich in einigen Bereichen auch Vorreiter. Als besonders gut ist beispielsweise die Verfügbarkeitsrate von Medikamenten anzuführen. Zieht man die Zeitspanne heran, die ein Medikament von der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bis zu seiner Verfügbarkeit benötigt, liegt Österreich klar im Spitzenfeld innerhalb der EU. Um diese Top-Position zu halten, muss darauf geachtet werden, dass nationale Bewertungsmechanismen diese Zeitspanne nicht ungewollt verlängern.“_,_ erläuterte Dr. Hofmarcher und eröffnete damit das Feld für die Podiumsdiskussion. 

DATENLAGE UNZUREICHEND

Die Expert:innen sind sich einig, dass ein bundesweites, aktualisiertes Krebsrahmenprogramm die Versorgungsqualität, den Forschungsfortschritt und die Transparenz der Behandlung vereinfachen und somit verbessern kann. Herausforderungen sieht der Expertenkreis bei der Verfügbarkeit eines standardisierten, validierten und klinisch relevanten Datensatzes über den gesamten Behandlungsverlauf sowie das durchgehende Qualitätsmanagement dieser Datenbank. Nur so könne man verlässlich Rückschlüsse auf den Erfolg gewisser Präventions- und Behandlungsmethoden ziehen. Auch das interessierte und fachkundige Publikum kam in einer Fragerunde zu Wort, beteiligte sich aktiv an der lebhaften Diskussion und brachte seine unterschiedlichen Erfahrungen mit ein. Besonders die Themen systematische Screeningprogramme, die Verkürzung der Zeit zwischen Erstdiagnose und Therapiestart und die berufliche Wiedereingliederung chronisch Kranker (zu denen in vielen Fällen auch Krebspatient:innen zählen) bewegten das Auditorium. „Die Veranstaltungsreihe „Zukunft Gesundheit“ widmet sich einmal mehr dem hochbedeutenden Gesundheitsthema Krebs. Die Gespräche verdeutlichen den bisherigen Stellenwert und die künftige zentrale Rolle einer guten Krebsversorgung und -betreuung für die Gesundheit in Österreich. Die Experten sind sich einig, dass das „Nationale Krebsrahmenprogramm“ ein wertvolles Instrument ist, das dringend weiterentwickelt werden muss, um die großen Herausforderungen in der Onkologie meistern zu können“_,_ fasste Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Präsident der Karl Landsteiner Gesellschaft, zusammen. Die Förderung von Forschung, Prävention, Erkennung, Therapie und Nachsorge  für Personen, die an Krebs erkranken, wird weiterhin eine Schlüsselrolle in der zukünftigen Gesundheitsversorgung in Österreich spielen, welche Finanzierung und konstruktive Zusammenarbeit aller beteiligten Professionen erfordert.

Durch die Veranstaltung führte Claudia Schanza, MA. Die Veranstaltung “Zukunft Gesundheit” ist eine Initiative der Karl Landsteiner Gesellschaft in Kooperation mit MSD Österreich.

_AUSZUG DER STATEMENTS (IN ALPHABETISCHER REIHUNG):__ _

Mag.a Dr.in Christina Dietscher, Leiterin Abteilung Nicht übertragbare Erkrankungen, psychische Gesundheit & Altersmedizin, Sektion VI, BMSGPK

Karl Landsteiner Gesellschaft
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