
Evangelische Kirche in Salzburg und Tirol: Superintendent Olivier Dantine wiedergewählt
Auch Superintendentialkurator Christiaan van den Berge im Amt bestätigt
Olivier Dantine wurde bei der Superintendentialversammlung am Freitag, 15. März, als Superintendent der evangelischen Diözese Salzburg-Tirol mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Nach Ablauf der ersten zwölfjährigen Amtsperiode hatte sich Dantine erneut der Wahl durch die Delegierten der evangelischen Pfarrgemeinden gestellt, die in der Auferstehungskirche in Salzburg zusammengekommen sind. Dantine erhielt 46 von 56 Stimmen und startet nun in seine zweite Amtszeit als Superintendent der Evangelischen Kirche in Salzburg und Tirol.
“Was mir wichtig ist: zu sehen und zu hören, was in den Gemeinden ‚dran‘ ist; wenn schwierige Situationen in den Gemeinden auftreten, da zu sein und so gut wie möglich zu unterstützen”, so der Superintendent vor seiner Wahl. Dantine versteht sich als ”Kommunikator zwischen der Landeskirchenebene und der Gemeindeebene”, dem der “Blick auf das Ganze genauso wichtig” ist wie das Achten auf das, was unterschiedlichen Gemeinden und Institutionen brauchen. Der Evangelischen Kirche in Salzburg und Tirol will er weiter “ein Gesicht geben: freundlich und wertschätzend, aber auch klar in der Sache und im Bekenntnis zur Wahrung der Menschenwürde, sowie offen für Dialog“.
Dantine, der im November 2011 erstmals zum Superintendenten gewählt wurde und in diesem Amt Luise Müller nachfolgte, sieht in den kommenden Jahren die Evangelische Kirche angesichts der finanziellen und personellen Ressourcen vor “beträchtlichen” Herausforderungen. Dabei will er den Fokus “nicht nur auf das legen, wovon wir uns verabschieden müssen”. Vielmehr gehe es hier um einen ”Entwicklungsprozess, der die unterschiedlichen Stärken der Gemeinden in den Blick nimmt, aber gleichzeitig die Orientierung auf die Region als Chance wahrnimmt”. Dann könne auch Neues entstehen, ist der Superintendent überzeugt.
Bei allem Nachdenken über die Zukunft dürfe eines nicht vergessen werden, unterstrich der wiedergewählte Superintendent: Ziel der Kirche sei nicht die Selbsterhaltung, sondern der Dienst in der Welt. „Bei allen Zukunftsüberlegungen darf dieses Ziel nicht aus den Augen geraten: Was brauchen die Menschen, die uns anvertraut sind, was braucht der Sozialraum, in dem jede Gemeinde eingebettet ist, was braucht die Gesellschaft?”
SUPERINTENDENTIALKURATOR VAN DEN BERGE: EHRENAMT IST AUSDRUCK CHRISTLICHEN GLAUBENS
Van den Berge, bisheriger Superintendentialkurator und damit höchster weltlicher Vertreter der evangelischen Diözese Salzburg/Tirol, wurde bei der Superintendialversammlung einstimmig in seinem Leitungsamt bestätigt. „Ich stelle mich für dieses Ehrenamt zur Wahl, weil die Arbeit im kirchlichen Bereich ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben und zugleich Ausdruck meines christlichen Glaubens ist“, so van den Berge vor den Delegierten. Als Superintendentialkurator geht es ihm darum, „unsere Diözese nach außen zu vertreten und uns den anstehenden Herausforderungen zu stellen“. Das Zusammenwirken aller Generationen im Gemeindeleben sowie eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gemeinden sind ihm besonders wichtige Anliegen.
ZUM AMT DES SUPERINTENDENTEN
Zu den Aufgaben des Superintendenten gehört die geistliche Führung der Diözese. Er hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und die schriftgemäße Verkündigung. Zu den bischöflichen Rechten gehören Ordination und Visitation. Die Stellung entspricht der des Diözesanbischofs in der Römisch-katholischen Kirche. Die evangelische Diözese Salzburg-Tirol hat in 16 Pfarrgemeinden rund 23.000 Mitglieder.
epdÖ
Dr. Thomas Dasek
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