
Licht für die Welt kritisiert erneuten Rückgang der ODA Zahlen 2023
Trotz Pandemie und Teuerung: Österreich kann und muss mehr in Armutsbekämpfung investieren
„Ein erneuter Rückgang ist frustrierend“, kommentiert Alex Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich die heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen der Öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (ODA). Demnach hat Österreich nur 0,38% des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) ausgegeben und sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Von dem selbstgesteckten 0,7% Ziel ist Österreich damit weit entfernt.
„Wir sehen eine teils dramatische Teuerung nicht nur in Europa, sondern auch in vielen afrikanischen Ländern“, warnt Buchinger. In Äthiopien etwa beträgt die Inflation knapp 30 Prozent, mehr als 20 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Im Südsudan steigen die Lebenshaltungskosten in schwindelerregende Höhe. Über sieben Millionen Menschen, das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung, haben nicht genug zu essen. Dazu kommen hunderttausende Menschen, die vor dem Krieg im Sudan geflohen sind. „Vulnerable Gruppen, darunter auch Menschen mit Behinderungen sind die ersten, die vor leeren Töpfen stehen. Die österreichische Regierung hat eine internationale Verantwortung, die sich auch in höheren Beiträgen für internationale Zusammenarbeit und Humanitäre Hilfe ausdrücken muss“, fordert Buchinger.
Menschen mit Behinderungen machen 16% der Weltbevölkerung aus, 80% von ihnen in Ländern mit geringen Einkommen.
Licht für die Welt
Natalie Plhak
Pressesprecherin
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