
SPÖ-Kucher: „Wer mehr Psychotherapeut:innen will, darf keine Zugangsbeschränkungen und finanziellen Hürden zulassen!“
SPÖ teilt zwar Ziel der Akademisierung der Psychotherpieausbildung – Umsetzung aber schlecht gemachtes Stückwerk; Wartezeiten und schlechte Versorgungsdichte bleiben
SPÖ-Klubobmann und Gesundheitssprecher Philip Kucher bedauert, dass der heute im Gesundheitsausschuss zur Behandlung stehende Regierungsantrag, der das Psychotherapiegesetz ändern soll, nicht mehr, als ein schlecht gemachtes Stückwerk ist. „Wer hofft, dass es dadurch in Zukunft mehr Psychotherapeut:innen in Österreich geben wird, sich die Versorgungssituation verbessert und sich somit die Wartezeiten in diesem Bereich in Österreich verringern, irrt sich leider“, ist sich Kucher leider sicher. Dass es zu wenige Psychotherapeut:innen in Österreich gibt, ist unbestritten. Umso mehr kritisieren die Sozialdemokraten, dass es in diesem Bereich in Zukunft Zugangsbeschränkungen geben soll, dass es weiterhin zu hohe Ausbildungskosten von ca. 15.000 Euro geben soll und dass es weiterhin zu wenige Ausbildungsstellen geben wird. Kucher: „Wer mehr Psychotherapeut:innen will, darf keine Zugangsbeschränkungen und finanzielle Hürden zulassen!“ ****
Die besorgniserregende Situation in Österreich ist evident. Psychische Erkrankungen zählen zu den größten Herausforderungen in Österreich. Es gibt einen außergewöhnlichen Anstieg an psychischen Erkrankungen. Für 2022 weist die Statistik Austria 144.524 Krankenstandsfälle wegen psychischer Erkrankungen mit einer durchschnittlichen Dauer von 38,5 Tagen aus. Das sind 5,5 Mio Krankenstandstage (2004 waren es noch 1,5 Mio, 2009 2,2 Mio). Ein Drittel der Pensionszuerkennungen wegen Invalidität und 45 Prozent der Rehageldzuerkennungen beruhen auf einer psychischen Diagnose. Gerade im Angesicht des hohen Bedarfs erschließen sich der SPÖ die großen Hürden und Zugangsbeschränkungen nicht. Kucher: „Ich hätte mir von einer grünen Regierungsbeteiligung erwartet, finanzielle Hürden zu beseitigen, statt zusätzliche Zugangsbeschränkungen einzuführen.“
Die SPÖ wird den Regierungsantrag daher ablehnen, wenngleich man das Ziel, der Akademisierung der Ausbildung teilt. (Schluss) lk/pok
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