Erste Kuratoriumssitzung zur Restaurierung der Domkirche St. Pölten

LH Mikl-Leitner: Historisches Erbe sichern und an die nächsten Generationen weitergeben

„Niederösterreich ist das Land der Stifte, Klöster und Dome und steht zu seinen christlichen Wurzeln. Gleichzeitig bringen diese Orte der Kraft, des Glaubens und des Wissens große Verantwortung mit sich“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Mittwoch im Anschluss an die erste Kuratoriumssitzung zur Restaurierung der Domkirche St. Pölten im Sommerrefektorium des Bistums. 

„Hier in diesem prächtigen barocken Baujuwel ist das Herz des Glaubens zu Hause“, sagte die Landeshauptfrau und verwies darauf, dass eine Generalsanierung unumgänglich sei, um dem Dom zu neuem Glanz zu verhelfen. Vorgesehen dafür sind acht Jahresetappen bis zum Jahr 2031. „Von den Gesamtkosten von acht Millionen Euro sollen sechs Millionen Euro für die Denkmalpflege aufgewendet werden“, kündigte Mikl-Leitner an und nannte dabei insbesondere die Sanierung der Fassaden, die Neueindeckung des Kirchenschiffes und der Apsis, die Sanierung des Kreuzganges sowie die Restaurierung von Innenraumschale und Kirchenausstattung. Auch Elektroinstallationen, Beleuchtung und Medientechnik sollen auf den Stand der Zeit gebracht werden. 

Der Start der ersten Etappe erfolgt im heurigen Sommer und umfasst die Restaurierung der Apsisfassade – in erster Linie in Form dringend notwendiger Steinmetzarbeiten, damit die Verwitterung nicht noch weiter fortschreitet. „Von den dafür vorgesehenen Denkmalpflegekosten von 240.000 Euro übernimmt das Land Niederösterreich 20 Prozent“, hielt die Landeshauptfrau fest. 

Das Engagement des Landes begründete Mikl-Leitner in dem Umstand, das historische Erbe zu sichern und an die nächsten Generationen weiterzugeben: „Kirchen sind Orte der Spiritualität und des Glaubens, die Denkmalpflege ist darüber hinaus die Basis für den Kulturtourismus“. Insofern sei die Generalsanierung der Domkirche nach dem barrierefreien Zugang zum Museum am Dom, dessen Neuaufstellung sowie der Neugestaltung des Domplatzes inklusive der Nutzung für Kulturveranstaltungen ein weiterer wichtiger kulturtouristischer Beitrag, meinte die Landeshauptfrau. 

Nicht zuletzt sei Denkmalpflege auch ein wichtiger Wirtschaftsimpuls. „Jährlich investieren wir hier rund fünf Millionen Euro, lösen damit eine Wertschöpfung von 25 Millionen Euro aus und sichern rund 500 Arbeitsplätze. Die Generalsanierung der St. Pöltner Domkirche ist also ein großes Vorhaben, um die Vergangenheit in die Zukunft zu bringen“, schloss die Landeshauptfrau. 

Bischof Alois Schwarz bedankte sich beim Kuratorium und erinnerte daran, dass die ehemalige Klosterkirche des Augustiner Chorherrenstiftes mit Gründung der Diözese St. Pölten 1785 zur Domkirche wurde: „Das Gebäude mitten im Herzen der Stadt ist nicht nur ein kirchliches, sondern weit über die Grenzen der Stadt hinaus auch ein kulturelles Zentrum“. 

Alfred Kellner, Leiter der Abteilung Kultur und Bildung beim Magistrat St. Pölten, hob die gute Zusammenarbeit mit der Diözese wie schon bei vielen Projekten vom Domplatz bis zum Festival „Musica sacra“ sowie dem Land Niederösterreich etwa bei der „Tangente“, dem KinderKunstLabor, der ehemaligen Synagoge etc. hervor: „Der Dom ist einfach das Herz der Stadt“. 

Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes, sagte, die letzte umfassende Restaurierung sei 40 Jahre her, die nunmehrige erfolge schrittweise in sorgfältig vorbereiteten Etappen. Ein Drittel aller denkmalgeschützten Gebäude in Österreich befänden sich im Besitz der – vor allem katholischen – Kirche, sie seien lebendige und zukunftsgewandte Häuser: „Das Land Niederösterreich ist hier nicht nur ein starker Partner, sondern auch ein tatkräftiger Vorantreiber“.

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Rainer Hirschkorn
02742/9005-12175
presse@noel.gv.at
www.noe.gv.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender