Smolle: Incentives statt Verbote im Gesundheitssystem

ÖVP-Gesundheitssprecher: SPÖ hat in Wien höchsten Anteil an Wahlärztinnen und -ärzten

„Österreichs Gesundheitssystem zählt im internationalen Vergleich zur Spitze, aber natürlich ist noch viel zu tun. Lösungsvorschläge müssen aber anders aussehen. Es braucht insbesondere Incentives, um mehr Ärztinnen und Ärzte ins Kassensystem zu bekommen und Kassenverträge neben Spitalsanstellung statt Verbote.“ Das sagte heute, Montag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Josef Smolle anlässlich der Aussagen von ÖGK-Vize Huss. Für Spitalsärztinnen und -ärzte, die eine Nebenbeschäftigung suchen, seien Teilzeitkassen-Verträge eine gute Chance, um sie ins solidarische Gesundheitssystem einzubinden.

Die SPÖ sollte allerdings bei ihren Forderungen zunächst vor der eigenen Türe kehren, weist der ÖVP-Gesundheitssprecher darauf hin, dass im SPÖ-regierten Wien der höchste Anteil an Wahlärztinnen und -ärzten und der geringste Anteil an Kassenärztinnen und -ärzten vorzufinden sei.

Smolle hebt in diesem Zusammenhang den Österreichplan von Bundeskanzler Karl Nehammer hervor, der bis 2030 weitere 700 Kassenärztinnen und -ärzte – als Ergänzung der 100 bereits zusätzlich ausgeschriebenen, von denen 70 besetzt sind – vorsieht. Insgesamt sollen dadurch 800 neue Kassenarztstellen entstehen. Auch Anreize, um ausgebildete Ärztinnen und Ärzte im Land zu behalten und ein massiver Ausbau der Primärversorgungszentren in Österreich seien das Ziel.

„Die Bundesregierung hat bereits gehandelt, das zeigen auch die gefassten Beschlüsse im Ministerrat und Parlament. Es braucht aber weitere Anstrengungen. Erstklassige medizinische Versorgung und Vorsorge sind der Schlüssel für mehr gesunde Lebensjahre. Unser erklärtes Ziel ist es dabei, die Qualität für die Patientinnen und Patienten zu steigern. Mit Verboten wird man das Gesundheitssystem allerdings nicht verbessern“, so Smolle abschließend. (Schluss)

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