Diakoniewerk: Pilotprojekt zeigt Potenziale für das Pflege- und Betreuungssystem von morgen auf.

Das Diakoniewerk beleuchtet in einem Expert:innen-Gespräch das in Österreich umgesetzte Pilotprojekt „Community Nursing“ und zieht daraus Schlüsse auf die Pflege- und Betreuungslandschaft.

Im aktuellen Pflegesystem bestimmt das Angebot die Pflege (und das ist in zwei starren Säulen gedacht: mobil und stationär.) – das heißt, Betroffene müssen sich an das Angebot anpassen und nicht umgekehrt. Pflegesituationen sind jedoch sehr individuell. Darüber hinaus wird die Dimension der Prävention und Angehörigenentlastung zu wenig berücksichtigt. Der Wohnort entscheidet meist über die Verfügbarkeit der Angebote, oft gibt es auch in akuten Fällen wochenlange Wartezeiten und fast alle Angebote setzen erst dann an, wenn schon ein akuter Pflegebedarf eingetreten ist. Oft bleibt daher nur ein Umzug ins Pflegeheim als endgültige Lösung – wohlwissend, dass viele Menschen unter anderen Rahmenbedingungen auch zu Hause hätten begleitet werden können, was vor allem den Wünschen der Betroffenen entsprechen würde.

PROJEKTEVALUIERUNG „COMMUNITY NURSING“: HEIMEINZUG KANN VERZÖGERT WERDEN
Das Diakoniewerk hat über Jahre hinweg zusammen mit zahlreichen Expert:innen aus der Wissenschaft, der Wirtschaftsforschung und dem Sozialbereich das Modell „SING – SENIORENARBEIT INNOVATIV GESTALTEN“ entwickelt. Das Diakoniewerk möchte damit das starre Pflegesystem (mobil und stationär) völlig neu gestalten – mit folgendem Ziel: Personen erhalten einen sogenannten Autonomiebetrag und können damit individuelle Betreuungsleistungen erwerben. Der Fokus im Modell liegt auf dem Willen und den Ressourcen der Menschen kombiniert mit einer effizienteren Finanzierungslogik für den Pflegebereich, womit Kostenanstiege langfristig gedämpft werden würden. Eine wesentliche Säule dieses Modells ist die Einführung von sogenannten „Pflegelots:innen, die Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörigen zur Seite stehen und mit ihnen gemeinsam ein effizientes und verlässliches Betreuungssetting entwickeln, in dem Angehörige, Nachbar:innen, Vereine und professionelle Dienste zusammenarbeiten. 

Diakoniewerk
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