
Samariterbund: Nächste Bundesregierung muss Katastrophenschutz weiter stärken
Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller: „Die Folgen des Klimawandels kann man nur bewältigen, wenn man als Gesellschaft ausreichend darauf vorbereitet ist.“
Die dramatischen Hochwasserereignisse in Ostösterreich haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig ein moderner und starker Katastrophenschutz ist. „Unser Dank gilt in erster Linie den freiwilligen Helferinnen und Helfern, die vor Ort im Einsatz sind und waren. Ihr seid das starke Fundament unserer Zivilgesellschaft!“, betont Samariterbund-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller.
Für den Samariterbund steht außer Frage, dass aufgrund des Klimawandels der heimische Katastrophenschutz immer mehr gefordert sein wird. Um auch in Zukunft im Ernstfall schnell und effizient reagieren zu können, sind eine zeitgemäße Ausrüstung sowie ausreichend finanzierte Einsatzkräfte unabdingbar notwendig. „Das neue Bundesgesetz zur Unterstützung von Rettungs- und Zivilschutzorganisationen war der erste Schritt in die richtige Richtung“, stellt Hundsmüller fest. 22 Millionen Euro jährlich werden seit heuer den Einsatzorganisationen für Materialanschaffungen zur Verfügung gestellt – eine durchaus beachtliche Summe, die aber angesichts der gestiegenen Anforderungen nicht ausreichend ist. „Die genannten Geldmittel werden wesentlich dazu beitragen, die Ausrüstung der Einsatzorganisationen zukunftsfit zu machen, aber es braucht noch mehr! Denn mit den wachsenden Herausforderungen sind auch die Personalkosten in der Katastrophenhilfe gestiegen“, erklärt Hundsmüller.
GEFORDERT: MEHR BUDGET FÜR SPEZIFISCH AUSGEBILDETE EINSATZKRÄFTE
Von der Übernahme von Versicherungskosten für die Ehrenamtlichen über Zuschüsse zu den aufwendigen Katastrophenübungen und -trainings bis hin zur Finanzierung der diversen Spezialführerscheine: Der Samariterbund pocht auf mehr Unterstützung bei der Finanzierung des Personals in der Katastrophenhilfe. „Wer beim Katastrophenschutz spart, gefährdet Menschenleben!“, bringt es Hundsmüller auf den Punkt. „Wir brauchen nicht nur immer mehr Ehrenamtliche, die freiwilligen Einsatzkräfte müssen auch immer spezifischer und aufwendiger ausgebildet werden. Diese Mehrkosten müssen von staatlicher Seite übernommen werden. Wir appellieren daher eindringlich, hier weitere Budgetmittel freizumachen.“
SAMARITERBUND KATASTROPHENHILFE
Der Katastrophenhilfsdienst des Samariterbundes unterstützt bei Großschadenslagen, Katastrophen und humanitären Krisen in Österreich und auch im Ausland. Dabei retten ehrenamtliche Samariter:innen Verunglückte, spüren vermisste Personen auf, versorgen Verletzte und helfen Betroffenen. National sind die Samariterbund-Einheiten in Gremien und Arbeitsgruppen des staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM) vertreten. Vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen ist ein wichtiger Baustein zur Vorbereitung auf Schadensereignisse.
DIE ZUKUNFT ÖSTERREICHS BEGINNT JETZT!
Die Stärkung des Katastrophenschutzes ist eine von fünf dringenden Forderungen des Samariterbundes an die nächste Bundesregierung. Alle fünf Forderungen finden Sie hier: www.samariterbund.net/die-zukunft-oesterreichs-beginnt-jetzt
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