
Koza/Neßler: Kinderzuschlag reduziert Kinderarmut und unterstützt Alleinerziehende
Grüne: 60 Euro pro Kind für Alleinerzieher:innen- und Alleinverdiener:innenhaushalte mit niedrigen Einkommen wird nun Dauerrecht
„Der heute, Mittwoch, vom Nationalrat beschlossene Kinderzuschlag von 60 Euro pro Monat und Kind in finanziell benachteiligten Haushalten ist ein wichtiger Hebel gegen Kinderarmut. Er unterstützt gezielt alleinverdienende und alleinerziehende Elternteile mit geringem Einkommen, die besonders armutsgefährdet sind“, freuen sich Markus Koza, Sozialsprecher der Grünen, und Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen, und betonen: „Der Kinderzuschlag wirkt auch in einem Bereich, der oft übersehen wird: Dort, wo Menschen gerade knapp mehr als die Einkommensgrenze für Gebührenbefreiungen verdienen.“
Die Einkommensgrenzen werden jährlich an die Inflation angepasst. Bis Sommer 2025 wird die derzeitige Übergangsregelung weitergeführt. Alleinerziehende mit zwei Kindern und einem Monatseinkommen von z.B. 1.800 Euro brutto stehen damit zusätzlich 1.440 Euro jährlich zur Verfügung. „Dieses Geld erhalten sie zusätzlich zur erhöhten Familienbeihilfe und zum auf 700 Euro erhöhten Kindermehrbetrag. Damit reden wir nicht nur über Kindergrundsicherung, wir setzen ganz konkret Maßnahmen gegen Kinderarmut um“, freut sich Neßler.
Der Kinderzuschlag fördert die Erwerbsbeteiligung gleich doppelt: Erstens, weil zumindest ein Monat im Jahr gearbeitet werden muss, um den Zuschlag zu erhalten; und zweitens, weil der Wegfall von sozialen Begünstigungen durch höhere Erwerbsbeteiligung ausgeglichen wird. Der Kinderzuschlag wurde Mitte 2023 befristet bis Ende 2024 eingeführt, um auf die stark steigende Inflation zu reagieren und einkommensschwache Familien finanziell besser abzusichern. Ab Juli 2025 wird der Kinderzuschlag nun in Dauerrecht überführt und direkt vom Finanzamt gemeinsam mit der Familienbeihilfe und dem Kinderabsetzbetrag ausbezahlt.
Der Kinderzuschlag erhöht die Einkommen von Alleinerzieher:innen- bzw. Alleinverdiener:innen-Haushalten im niedrigen Einkommensbereich sehr effektiv, wie auch eine kürzlich veröffentlichte Studie des Budgetdiensts zeigt. Koza und Neßler abschließend: „Während von rechts gegen sozial benachteiligte Gruppen polemisiert wird, machen wir unseren Sozialstaat besser und fairer. Das ist Grüne Politik.“
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