
ÖVM fordert Reform des Katastrophenfonds
Der Österreichische Versicherungsmaklerring (ÖVM) fordert eine stärkere Einbindung privater Versicherer in das Katastrophenmanagement.
In Österreich häufen sich die Extremwetterereignisse – Schäden, die durch diese verursacht werden, betreffen nicht nur Einzelpersonen, sondern auch ganze Gemeinden und die Wirtschaft des Landes.
Anstatt ausschließlich auf den Katastrophenfonds zu setzen, sollte eine kombinierte Lösung ins Auge gefasst werden, die private und öffentliche Mittel bündelt und den Fokus auf Prävention legt. Der Katastrophenfonds, der ursprünglich als schnelle finanzielle Hilfe in Krisenzeiten gedacht war, stößt zunehmend an seine Grenzen. Er ist oft bürokratisch, wenig flexibel und deckt nur einen Bruchteil der tatsächlich entstehenden Kosten ab. Er kommt darüber hinaus erst zum Einsatz, wenn der Schaden bereits eingetreten ist, anstatt diesen präventiv zu verhindern. Viele Betroffene warten zudem monatelang auf Entschädigungen, die in der Regel nur einen kleinen Teil des Schadens ausgleichen. Hinzu kommt, dass auf Leistungen aus dem Katastrophenfonds kein Rechtsanspruch besteht – die Entscheidung über Entschädigungen liegt im Ermessen der Behörden. Dies führt zu Unsicherheiten bei den Betroffenen.
Darüber hinaus birgt der Katastrophenfonds keine Anreize für Einzelpersonen und Unternehmen, in Präventionsmaßnahmen zu investieren. Wer darauf vertraut, dass der Staat im Schadensfall einspringt, sieht möglicherweise keine Notwendigkeit, selbst Vorkehrungen zu treffen. Eine Elementarversicherung hingegen könnte genau diese Lücke schließen und durch Prämienanreize eine breitere Risikovorsorge fördern.
Der ÖVM plädiert für eine Reform, die nicht nur auf den Schutz des Eigentums abzielt, sondern auch auf die Prävention und die Resilienz unserer Gemeinden. Es geht um mehr als nur finanzielle Entschädigungen – es geht um ein ganzheitliches Konzept, das Vorsorge und Risikominimierung ins Zentrum rückt.
EIN BESSERER WEG: DIE VORSCHLÄGE DES ÖVM
Der ÖVM fordert eine stärkere Einbindung privater Versicherer in das Katastrophenmanagement. Eine verpflichtende Elementarversicherung für die Haushalte könnte den Katastrophenfonds entlasten und gleichzeitig sicherstellen, dass Betroffene schnell und angemessen entschädigt werden. In Ländern wie Spanien, der Schweiz und Belgien hat sich dieses Modell bereits bewährt. Versicherer verfügen über die notwendige Expertise, Risikoeinschätzungen vorzunehmen und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu fördern. Durch eine Zusammenarbeit zwischen Staat und Versicherungswirtschaft könnten neue Standards gesetzt werden, die allen zugutekommen.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Transparenz und der Kundenorientierung. Private Versicherer haben einen direkten Draht zu ihren Kunden und können individuell auf deren Bedürfnisse eingehen. Dies steht im starken Gegensatz zur oft unpersönlichen und trägen Abwicklung über den Katastrophenfonds. Durch eine Pflichtversicherung könnten zudem Prämien besser kalkuliert und verteilt werden, was letztlich zu geringeren Kosten für den Einzelnen führt.
„_Wenn wir die Kraft des Wassers respektieren und gemeinsam handeln, schützen wir nicht nur unser Eigentum, sondern auch das Wohl unserer Gemeinschaft_“, so der Präsident des ÖVM, „Wenn wir die Kraft des Wassers respektieren und gemeinsam handeln, schützen wir nicht nur unser Eigentum, sondern auch das Wohl unserer Gemeinschaft“. Es geht nicht nur darum, Schäden nachträglich zu reparieren, sondern vor allem darum, sie von vornherein zu verhindern. Investitionen in Prävention und Risikomanagement sind auf lange Sicht günstiger und effektiver als die bloße Auszahlung von Schadensersatz.
ÖVM Österreichischer Versicherungsmaklerring
Generalsekretärin Ulrike Menger
Telefon: +4314169333-13
E-Mail: menger@oevm.at
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