Kaske (SPÖ): „Es braucht eine Neupositionierung der Arbeitsmarktpolitik auf Bundesebene.“

SPÖ-Abgeordneter Rudolf Kaske unterstrich im Zuge des heutigen Gemeinderats die Bedeutung des Wiener Ausbildungsgeldes (WAG) als Vorzeigemodell für eine Neupositionierung der Arbeitsmarktpolitik auf Bundesebene: „Das Thema Wiener Ausbildungsgeld eignet sich bestens, um an die zukünftige Bundesregierung eine grundlegende Neupositionierung der Arbeitsmarktpolitik zu verlangen.“ 

ARBEITSLOSENGELD ALLEINE REICHT NICHT AUS

„Wir brauchen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen und insbesondere in Bezug auf den nach wie vor bestehenden Fachkräftebedarf eine klare Ausrichtung auf eine qualifizierende Arbeitsmarktpolitik. Menschen, die eine Phase der Arbeitslosigkeit durchlaufen, muss aktiv eine echte Aufqualifizierung oder ein kompletter beruflicher Neuanfang ermöglicht werden. Eine solche Neuausrichtung verlangt aber auch eine Antwort auf die Frage, wovon arbeitslose Menschen, die hochwertige und damit in aller Regel länger dauernde Ausbildungen – damit meine ich alles, was zumindest 12 Monate dauert – besuchen, während dieser Zeit leben sollen. Das Arbeitslosengeld wird da wohl kaum ausreichen.“

WIEN ZEIGT DEN RICHTIGEN WEG

Kaske hob hervor, dass Wien mit dem Wiener Ausbildungsgeld seit mehreren Jahren den richtigen Weg gehe: „Der Fokus liegt klar auf drei strategischen Schwerpunkten mit besonderem Fachkräftebedarf: Ausbildungen im Bereich Gesundheit und Pflege, IKT und Digitalisierung sowie Ausbildungen in Bereichen, die für das Erreichen der Klimaschutzziele von besonderer Bedeutung sind.“ Er verwies dabei auch auf die finanzielle Unterstützung durch das Wiener Ausbildungsgeld: „Mit rund 500 Euro monatlich, die der waff zum Leistungsbezug des AMS dazuzahlt, stellt sich die Situation für diese Menschen schon ganz anders dar. Dauert etwa eine Ausbildung zwei Jahre, sind das im Ergebnis 12.000 Euro, die zusätzlich zum Arbeitslosengeld hinzukommen.“

JUGENDSTIFTUNG WIEN ALS SCHLÜSSELMASSNAHME GEGEN JUGENDARBEITSLOSIGKEIT

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, insbesondere durch die Jugendstiftung Wien. „Die wirtschaftlichen Probleme in Österreich haben nun schon seit geraumer Zeit zu steigender Arbeitslosigkeit geführt. Überdurchschnittlich ist dabei die Arbeitslosigkeit junger Menschen gestiegen, auch in Wien zeigt sich dieses unerfreuliche Ergebnis.“ Die Jugendstiftung Wien bietet jungen Wiener*innen, die arbeitslos sind, rund 1.000 Ausbildungsplätze und die Möglichkeit, ihre Phase der Arbeitslosigkeit aktiv für eine gute Ausbildung zu nutzen.

Abschließend sprach er dem AMS Wien und dem waff seinen Dank aus: „Einmal davon abgesehen, dass das AMS Wien gute Arbeit unter schwierigen Rahmenbedingungen leistet, wäre natürlich ein Lob für den waff auch gerechtfertigt.“

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