Ökosoziales Forum begrüßt ausgewogene Wolf-Regulierung

Totschnig-Initiative zur Schutzstatus-Absenkung fördert ökosoziales Gleichgewicht

Das Ökosoziale Forum Österreich & Europa begrüßt die Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten, den Schutzstatus des Wolfes von “streng geschützt” auf “geschützt” abzuändern. Dieser Schritt ermöglicht einen ökosozialen Umgang mit der Wolf-Thematik und schafft die Grundlage für ein besseres Gleichgewicht zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialem Zusammenleben, ohne die Existenz des Wolfes zu gefährden.

ÖKOSOZIALER ANSATZ STÄRKT BIODIVERSITÄT UND ALMWIRTSCHAFT

“Die Absenkung des Schutzstatus bedeutet nicht, dass der Wolf aus unserer Landschaft verschwinden soll. Im Gegenteil: Wir setzen uns weiterhin für seinen Schutz ein, jedoch mit mehr Flexibilität im Management”, betont Hans Mayrhofer, Generalsekretär des Ökosozialen Forums Österreich & Europa. “Durch eine ausgewogene Regulierung können wir das Zusammenleben von Mensch und Tier nachhaltig gestalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Lebensfähigkeit unserer Almen sichern.”

Die Beweidung der Almen durch Weidetiere ist essenziell für den Erhalt artenreicher Almwiesen, die über 100 verschiedene Pflanzenarten beherbergen. Ohne aktive Bewirtschaftung droht die Verwaldung dieser wertvollen Ökosysteme. Durch den verbesserten Schutz der Weidetiere können diese auch in höheren Lagen weiden, was zur Förderung der Biodiversität beiträgt.

„Wir danken Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig für seinen engagierten Einsatz in dieser Angelegenheit“, ergänzt Mayrhofer. „Seine Initiative hat maßgeblich dazu beigetragen, diese wichtige Weichenstellung auf EU-Ebene voranzutreiben. Die geplante Absenkung des Schutzstatus ist ein entscheidender Schritt, um Lösungen zu finden, die sowohl dem Artenschutz als auch den berechtigten Anliegen der Landwirtschaft gerecht werden.“

VEREINFACHTE REGULIERUNG UNTER WAHRUNG DES WOLFSSCHUTZES

Alle Bundesländer haben sich im Vorfeld für die Senkung des Schutzstatus ausgesprochen, um bei Problemwölfen leichter einschreiten zu können. “Mit Augenmaß zu handeln heißt, den Schutz des Wolfes und die Bedürfnisse der Landwirtschaft in Einklang zu bringen”, so Mayrhofer. “Herdenschutzmaßnahmen sind oft aufwändig und ressourcenintensiv. Eine gezielte und verantwortungsvolle Regulierung ermöglicht es, schnell und effektiv auf konkrete Probleme zu reagieren, ohne den Wolf als Art zu gefährden.”

GEMEINSAMER ERFOLG FÜR MENSCH, NATUR UND LANDWIRTSCHAFT

“Die heutige Entscheidung ist ein Erfolg für den ökosozialen Gedanken”, fasst Mayrhofer zusammen. “Durch die geplante Absenkung des Schutzstatus schaffen wir die Basis für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier, fördern die Biodiversität und stärken die Almwirtschaft. Dabei bleibt der Schutz des Wolfes gewährleistet ー er bleibt eine geschützte Art, die weiterhin unseren Respekt und unsere Verantwortung verdient.”

Ökosoziales Forum Österreich & Europa
Martin Hosner, MA
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