
Samariterbund: Der Katastrophenschutz muss neu gedacht werden!
Reinhard Hundsmüller zum UN-Welttag der Katastrophenvorbeugung: „Es ist höchste Zeit, neue Strategien zu entwickeln. Damit retten wir Leben!“
„Die Einsatzorganisationen können nur dann effizient und schnell helfen, wenn sie technisch gut ausgestattet sowie finanziell abgesichert sind und Einsatzkräfte haben, die bestens geschult sind“, erklärt Samariterbund-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller zum UN-Welttag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober 2024. Als Teil des Katastrophenschutzes sieht Hundsmüller auch die Eigenverantwortung der Menschen: „Jeder von uns ist gefordert, in den eigenen vier Wänden für den Ernstfall gerüstet zu sein. Sicherheit beginnt im Kleinen: Je besser die Einzelnen vorbereitet sind, umso einfacher haben es die Rettungskräfte im Ernstfall!“, so Hundsmüller.
NEUE STRATEGIEN IM KATASTROPHENSCHUTZ!
Der Samariterbund rät dazu, sich rechtzeitig darüber zu informieren, was passieren könnte, und wie man durch gezielte Vorbeugungsmaßnahmen Risiken abwenden oder verringern kann. Dieses Wissen trägt dazu bei, die Widerstandsfähigkeit („Resilienz“) von Betroffenen zu stärken und Krisen möglichst unbeschadet zu überstehen. Wer vorsorgt, hat Nahrungsmittel für sieben und Trinkwasser für drei Tage auf Vorrat zu Hause. Auch Taschenlampen, Campingkocher und ein batteriebetriebener Radioapparat sind hilfreich. „Der vergangene Sommer hat gezeigt: Verheerende Katastrophen, auch hervorgerufen durch den Klimawandel, ereignen sich immer öfter. Es ist höchste Zeit, neue Strategien für den Katastrophenschutz zu entwickeln. Damit retten wir Leben!“, so Hundsmüller. Der Samariterbund begrüßt die Entscheidung des österreichischen Ministerrates, seit heuer für die Rettungs- und Zivilschutzorganisationen jedes Jahr 22 Millionen Euro zusätzlich zur Katastrophenvorsorge zur Verfügung zu stellen.
GRENZÜBERSCHREITENDE ZUSAMMENARBEIT BEIM KATASTROPHENSCHUTZ
Das Samaritan Austria – Rapid Response Team (SA-RRT), die spezialisierte internationale Katastrophenhilfe-Einheit des Samariterbundes, nimmt an grenzüberschreitenden Einsätzen, Fortbildungen und Trainings teil. Außerdem ist der Samariterbund aktiver Bestandteil des EU-Zivilschutzmechanismus (EU Union Civil Protection Mechanism). Darüber hinaus engagieren sich die oft ehrenamtlichen Samariter:innen in diversen Netzwerken im Bereich der internationalen Katastrophenhilfe – wie z. B. bei Samaritan International (SAM.I.) oder im deutschsprachigen DACHL-Netzwerk. In Österreich ist der Samariterbund im staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) vertreten. Vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen ist ein wichtiger Baustein zur Vorbereitung auf Schadensereignisse. „Der Samariterbund leistet nicht nur kurzfristige Katastrophenhilfe bei akuten Notfällen, sondern auch Humanitäre Hilfe sowie längerfristige Entwicklungszusammenarbeit. Wir engagieren uns überall dort, wo Menschen in großer Armut und Not leben“, erklärt Hundsmüller abschließend.
Mag.a Anja Schmidt
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
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