
ÖGB-Mernyi warnt vor Rechtsextremismus: „Grenze des Sagbaren wird verschoben“
Bundesgeschäftsführer des Gewerkschaftsbundes erinnert an Novemberpogrome und mahnt zur Wachsamkeit
Vor 86 Jahren mündete die menschenverachtende Rhetorik der Nationalsozialisten in grausame Gewalt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden hunderte Jüdinnen und Juden in Österreich und Deutschland ermordet. Dabei wurden ihre Wohnungen und Geschäfte verwüstet und geplündert, Synagogen niedergebrannt und Friedhöfe geschändet. Diese Pogrome markierten den schrecklichen Beginn eines unbeschreiblichen Massenmordes.
UNVERGESSENE GRÄUELTATEN
„Es war der Beginn einer grausamen Geschichte, die wir niemals vergessen dürfen und werden“, so Willi Mernyi, ÖGB Bundesgeschäftsführer und Vorsitzender des Mauthausen-Komitees. „Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und Verantwortung übernehmen, damit sich solche Gräueltaten nicht wiederholen. Denn es waren unsere Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen, unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die millionenfach bestialisch ermordet wurden, während viel zu viele Menschen weggeschaut haben.“
GRENZE DES SAGBAREN VERSCHOBEN
Mernyi betont die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben: „Durch die jahrelange verbale Gewalt wurde das Feld für den Massenmord aufbereitet. Auch heute erleben wir, wie die Grenzen des Sagbaren systematisch verschoben werden. Wir dürfen dem Rechtsextremismus und Antisemitismus keinen Raum lassen. Rechtsextreme sind keine besorgten Bürger, mit denen man diskutieren muss – sie sind eine Gefahr für unsere Zukunft und Freiheit. Wer jetzt nicht entschieden aufsteht, bereitet der nächsten Katastrophe den Weg.“
DUNKLES KAPITEL
Die Novemberpogrome läuteten den Beginn des systematischen Massenmords an Jüdinnen und Juden ein. Zehntausende wurden bald darauf in Konzentrationslager verschleppt. Bis Kriegsende wurden über sechs Millionen Jüdinnen und Juden in den Konzentrationslagern und bei Massakern der Wehrmacht ermordet.
ÖGB POSITIONIERT SICH KLAR
Der ÖGB setzt sich seit jeher gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus ein, was auch im Grundsatzprogramm des ÖGB fest verankert ist, in dem es unmissverständlich heißt: „Der ÖGB kämpft für eine Gesellschaft, in der Faschismus und Rassismus keinen Platz haben.“
ÖGB Kommunikation
Martin Mandl
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