
Studie identifiziert Subtypen von Fibroblasten im Hautkrebs
EINE STUDIE AN DER UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR DERMATOLOGIE DER MEDUNI WIEN GIBT EINBLICKE IN DIE DIVERSITÄT DER KREBSASSOZIIERTEN FIBROBLASTEN IM WEISSEN UND SCHWARZEN HAUTKREBS UND BESCHREIBT DEREN UNTERSCHIEDLICHE IMMUNMODULATORISCHE ROLLE IM TUMORMILIEU. DIE ERGEBNISSE SIND RELEVANT FÜR DIE WEITERENTWICKLUNG DER HAUTKREBSTHERAPIE, INSBESONDERE IM BEREICH DER IMMUNTHERAPIE. DIE STUDIE WURDE AKTUELL IM JOURNAL „NATURE COMMUNICATIONS“ VERÖFFENTLICHT.
Fibroblasten sind spezialisierte Zellen im Bindegewebe, die eine wichtige Rolle bei der Wundheilung und Gewebereparatur spielen. Sie produzieren und organisieren die sogenannte extrazelluläre Matrix, ein Netzwerk aus Proteinen wie Kollagen, das das Gewebe stabil und elastisch macht, aber erfüllen noch weitere Aufgaben. Krebsassoziierte Fibroblasten (CAFs) sind ein wichtiger Bestandteil in soliden Tumoren. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Krebsentwicklung und beeinflussen maßgeblich den Therapieerfolg. Eine Studie an der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien untersuchte erstmals die bislang wenig erforschte Vielfalt der CAFs in verschiedenen Hautkrebsarten – dem Basalzellkarzinom, dem Plattenepithelkarzinom und Melanom – auf molekularer und räumlicher Ebene in Einzelzellanalyse.
Durch eine umfassende Untersuchung der Fibroblasten im Tumorumfeld, inklusive ihrer Wechselwirkung mit anderen Zellen wie Epithel-, Mesenchym- und Immunzellen, wurden drei klar unterscheidbare Subtypen von CAFs (krebsassoziierte Fibroblasten) identifiziert: myofibroblastenähnliche RGS5+ CAFs, Matrix-CAF (mCAFs) und immunmodulatorische CAF (iCAFs). Besonders auffällig ist, dass sich die Verteilung dieser Subtypen verändert, je aggressiver der Tumor wird.
Verschiedene Subtypen mit unterschiedlichen Rollen in der Tumorumgebung
Mag. Johannes Angerer
Medizinische Universität Wien
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