vidaflex kritisiert: WKÖ und unjong entdecken Probleme der 24-Stunden-Betreuung um Jahre zu spät!

Statt für Alibi-Maßnahmen soll sich die WKÖ endlich ernsthaft für nachhaltige Lösungen einsetzen, um die 24-Stundenbetreuung abzusichern

Die getätigte Ankündigung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und des WKÖ-nahen Vereins unjong, einen Fonds zur Unterstützung der Sozialversicherungsbeiträge für 24-Stunden-Betreuer:innen einzurichten, ist ein längst überfälliger Schritt. vidaflex, die gewerkschaftliche Initiative für Ein-Personen-Unternehmen (EPU), hat diese Problematik seit Jahren wiederholt aufgezeigt und Lösungen vorgeschlagen, während die WKÖ diesbezüglich bislang inaktiv geblieben ist.

„Es ist erstaunlich, dass die WKÖ als ihre gesetzliche Interessenvertretung so lange gebraucht hat, um die Belastungen der 24-Stunden-Betreuer:innen zu erkennen. vidaflex setzt sich seit Jahren für faire Sozialversicherungsbeiträge und höhere Pensionen für sie ein, während die WKÖ dieses wichtige Thema bislang ignoriert hat“, kritisiert Michael Fedorcio, Generalsekretär von vidaflex. „Dass unsere langjährigen Forderungen nun aufgegriffen werden, ist sehr zu begrüßen und lässt hoffen, dass sich die WKÖ nun ebenfalls für bessere Bedingungen in der Personenbetreuung einsetzen wird – insbesondere angesichts von bis zu 8.000 fehlenden Betreuer:innen“, sagt Fedorcio.

Die Einführung eines Fonds ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, greift jedoch viel zu kurz. Statt nur punktuell zu reagieren, braucht es strukturelle Reformen, wie sie vidaflex seit langem fordert. „Hohe Sozialversicherungsbeiträge und niedrige Pensionen schrecken immer mehr Betreuer:innen davon ab, in Österreich zu arbeiten. Das gefährdet die Pflegeversorgung Tausender Menschen im Land“, warnt der vidaflex-Generalsekretär.

vidaflex fordert die WKÖ und unjong auf, endlich über kurzfristige Maßnahmen hinaus zu denken und sich aktiv an langfristigen Lösungen zu beteiligen. „Im Zuge dessen könnte die Generalsekretärin von unjong, Bibiana Kudziova, mit einer Mitgliedschaft bei vidaflex ein Zeichen setzen: Gemeinsam könnten wir nicht nur effektiv für die Rechte der 24-Stunden-Betreuer:innen kämpfen, sondern ihnen auch Zugang zu essenziellen Leistungen wie unserer vidaflex-Rechtsschutzversicherung bieten – ein Service, das unjong schlicht nicht leistet“, so Fedorcio.

„Es ist Zeit, dass die WKÖ aufhört, ausschließlich im Interesse der Agenturen zu agieren, und stattdessen mit Akteuren wie vidaflex zusammenarbeitet, die die Interessen der Betroffenen tatsächlich im Fokus haben“, bekräftigt Fedorcio abschließend.

vidaflex
Michael Fedorcio, vidaflex-Generalsekretär
Telefon: +43 664 78009808
E-Mail: michael.fedorcio@vidaflex.at

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