
Neue WWF-Studie: Ankerschäden bedrohen artenreiche Seegraswiesen im Mittelmeer
Urlaubssaison am Mittelmeer: Seegraswiesen durch ankernde Boote gefährdet – Wichtiger Lebensraum mit über 400 Tier- und 1.000 Pflanzenarten – WWF fordert Ausweitung von Schutzzonen
Seegraswiesen speichern pro Fläche 15-mal mehr CO₂ als Regenwälder und zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Meere. Allein im Mittelmeer beheimaten sie über 400 Tier- und 1.000 Pflanzenarten, darunter Jungfische, Seepferdchen und Weichtiere. Doch die Vielzahl ankernder Boote gefährdet diesen wichtigen Lebensraum zusehends, wie ein neuer Bericht der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) zeigt. Demnach könnten allein im Jahr 2024 mehr als 50.000 Hektar des ökologisch wichtigen Seegrases Posidonia oceanica oder “Neptungras” betroffen sein. Das entspricht einem jährlichen wirtschaftlichen Verlust in Form von Ökosystemleistungen von über vier Milliarden Euro. “DAS NEPTUNGRAS IST DIE KINDERSTUBE ZAHLREICHER FISCHARTEN UND UNTERSTÜTZT DAMIT DIE FISCHEREI. ES SCHÜTZT ZUDEM KÜSTEN VOR EROSION UND BINDET RIESIGE MENGEN AN KOHLENSTOFF – VERGLEICHBAR MIT DEM JÄHRLICHEN CO₂-AUSSTOSS VON 430 MILLIONEN AUTOS. DENNOCH WURDE IN DEN LETZTEN 50 JAHREN EIN DRITTEL DER SEEGRASWIESEN IM MITTELMEER ZERSTÖRT”, sagt WWF-Expertin Simone Niedermüller. Der WWF fordert daher von der Politik unter anderem strengere Anker-Vorschriften und mehr Schutzzonen für die wertvollen Seegraswiesen.
WWF Österreich
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