Wiedereinstieg mit Abschlägen: Der Weg aus der Arbeitslosigkeit ist oft steinig

ARBEITSLOSIGKEIT KANN JEDEN UND JEDE TREFFEN. DIE RÜCKKEHR IN DEN ARBEITSMARKT IST OFTMALS MIT RÜCKSCHLÄGEN UND FINANZIELLEN EINBUSSEN VERBUNDEN. DAS ZEIGEN DATEN AUS DEM ARBEITSKLIMA INDEX DER ARBEITERKAMMER OBERÖSTERREICH. ES DARF DAHER NICHT ÜBERRASCHEN, DASS BESCHÄFTIGTE, DIE BEREITS ERFAHRUNGEN MIT ARBEITSLOSIGKEIT MACHEN MUSSTEN, DEUTLICH UNZUFRIEDENER SIND ALS JENE MIT DURCHGEHENDER BESCHÄFTIGUNG.
Beschäftigte, die nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wieder einen Beruf finden, sind deutlich unzufriedener als ihre Kolleg:innen, die durchgehend in einem Arbeitsverhältnis waren. Das liegt unter anderem an der pessimistischen Einschätzung der eigenen Einkommenssituation. Arbeitslosen bleibt oft nichts anderes übrig, als eine Tätigkeit anzunehmen, die unter ihrer Qualifikation liegt und/oder geringer entlohnt wird. Erhebungen zum Österreichischen Arbeitsklima Index belegen dies. Nach einer Phase der Erwerbslosigkeit fehlt vielen die Chance, wieder eine gleichwertige Stelle zu finden. Man spricht hier vom „Scarring“-Effekt, der die langfristigen Folgen beschreibt, die eine Arbeitslosigkeit im Erwerbsverlauf hinterlässt. Finanzieller Druck führt dazu, dass sie schlechter bezahlte Stellen annehmen müssen. Besonders bei längerer Arbeitslosigkeit zeigt sich dieser Effekt deutlich.

Arbeiterkammer Oberösterreich
Gabriele Fehringer, BSc, MSS
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E-Mail: gabriele.fehringer@akooe.at
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