
RE/MAX Commercial Handelsflächen: Positive Trendwende lässt noch auf sich warten
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HANDELSFLÄCHEN
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LEICHTE ERHOLUNG DER PRIVATEN KONSUMAUSGABEN, ABER KEINE TRENDWENDE
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VERSCHIEDENE MASSIVE BELASTUNGEN SCHWÄCHEN DEN STATIONÄREN HANDEL
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INSOLVENZWELLE ROLLT ÜBER ÖSTERREICHS HANDELSBETRIEBE
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ONLINE-UMSÄTZE STEIGEN RASANT
DIE LAGE IM ÖSTERREICHISCHEN HANDEL BLEIBT WEITERHIN HERAUSFORDERND. DAS JAHR 2024 BRACHTE KEINE TRENDWENDE. SOWOHL STATIONÄR ALS AUCH ONLINE BLIEBEN DIE UMSÄTZE HINTER DEN ERWARTUNGEN ZURÜCK. HOHE KOSTEN, VERHALTENE KONSUMLAUNE UND GEOPOLITISCHE UNSICHERHEITEN BREMSTEN DEN MARKT NACHHALTIG.
DIE SITUATION IM ÖSTERREICHISCHEN HANDEL
Die heimische Wirtschaft steckt in der längsten Rezession seit dem 2. Weltkrieg fest. Während man im Vorjahr noch davon ausgegangen ist, dass sich eine Trendwende abzeichnet, und das BIP leicht wachsen wird, so haben sich diese Prognosen als zu ambitioniert herausgestellt. Auch für das laufende Jahr 2025 sind die Prognosen einer Erholung – das WIFO ging ursprünglich von einem Wachstum von +1,8 %, das IHS von einem Anstieg um +1,5 % aus – zwischenzeitlich Makulatur, denn Stand heute wird Österreichs BIP im laufenden Jahr um -0,2 % bis -0,3 % fallen. Erst 2026 soll es wieder leicht bergauf gehen. „Es ist ein schwaches Licht am Ende des Tunnels sichtbar, dennoch sind die leicht gestiegenen realen Umsätze für den gesamten Handel noch keine Entwarnung. Ein Blick in die einzelnen Branchen ist notwendig, ebenso das Bewusstsein, dass der Handel mit einer Vielzahl an weiteren Herausforderungen zu arbeiten hat“, sagt Mag. Stefan Krejci, MRICS von RE/MAX Commercial Austria.
GROSSE UNTERSCHIEDE BEI BRANCHEN SICHTBAR
Teilweise fielen die Umsätze der „Krisengewinner“ der Pandemie, die bereits in den Jahren 2022 und 2023 rückläufige Umsätze verzeichnet haben, auch im Jahr 2024. Leichte Anzeichen der Erholung gab es in der Sportartikelbranche, die im Vorjahr knapp +0,5 % zulegen konnte, ebenso wie im Lebensmittelhandel (+4,6 %) oder in der Textil- und Schuhbranche, die um +0,8 % gewachsen ist.
DEUTLICHE TRENDWENDE IM ONLINE-HANDEL
Basierend auf der e-Commerce Studie 2025 des Handelsverbandes beträgt der Anteil am e-Commerce an den Gesamtausgaben aktuell über 14 %. Das ist der höchste jemals gemessene Wert und entspricht einem Umsatzanteil von rund 12,5 Mrd. Euro. „Der Distanzhandel hat einen massiven Aufschwung hinter sich, der so nicht abzusehen gewesen ist. Dazu haben sicherlich auch Anbieter aus Fernost (Temu, Shein) beigetragen, deren Praktiken (Zoll etc.) aktuell zurecht auf dem Prüfstand stehen. Hier ist wirklich Eile bei der Herstellung von Abgabengerechtigkeit geboten“, erläutert Krejci.
VORKRISENNIVEAU BEI PLEITEN FÜHRT ZU SCHLIESSUNGEN
Die stagnierende Wirtschaft hinterlässt seit Jahren tiefe Spuren bei den Unternehmensinsolvenzen. Während diese im Zuge der Pandemie auf ein historisches Tief abgerutscht sind und erstmals im Jahr 2022 wieder „Vorkrisenniveau“ erreicht haben (rund 4.800 Fälle), stieg die Zahl der Pleiten im Jahr 2023 auf rund 5.400 an.
Leider ist diese Zahl im Jahr 2024 noch einmal deutlich auf rund 6.500 angestiegen. Aufgrund der nach wie vor schwachen Wirtschaftssituation ist davon auszugehen, dass dieser Wert 2025 noch einmal übertroffen werden wird. Die größte Pleite aus Handelssicht betraf 2024 zweifellos die Firma Kika/Leiner. Aber auch andere bekannte Marken wie Pepco oder Alphagold Le Clou waren von Insolvenzen betroffen. Die bekannteste Pleite im Jahr 2025 traf die Palmers Textil AG im Februar.
EXPANSIVE DISKONTER
Während in klassischen Retail-Branchen wie beispielsweise Elektronik, Leder und Schuhe, Bücher, Spielwaren etc. nur mehr selektiv neue Standorte eröffnet werden, sind Diskonter nach wie vor expansiv unterwegs. Die führenden Akteure im Non-Food-Diskont wie Action, Tedi, KIK, NKD oder Takko haben ihre Präsenz 2024 weiter ausgebaut und betreiben heute zusammen mehr als 1.000 Filialen in Österreich. Im Bekleidungsbereich konnten Unternehmen wie TK Maxx oder Only im abgelaufenen Jahr ihre Filialanzahl weiter steigern.
Eine gewisse Expansionslust ist nach wie vor im Bereich Lebensmittelhandel und Drogerie/Parfümerie zu beobachten, auch wenn sich neue Flächenaufschließungen und Umwidmungen für Stand-Alone Objekte aufgrund sich weiter verschärfender gesetzlicher Rahmenbedingungen in der Flächenwidmung als besonders herausfordernd darstellen.
HERAUSFORDERUNG: HANDEL NACH WIE VOR EHER PESSIMISTISCH EINGESTELLT
Die Ergebnisse des WIFO-Konjunkturreports „Einzelhandel“ attestiert dem Handel eine nach wie vor sehr herausforderndere Situation. 37 % der Händler beurteilen die aktuelle Lage als schwierig, aber immerhin noch jeder Fünfte zeigt sich positiv gestimmt. Als größte Herausforderungen werden die allgemeine Kaufzurückhaltung, die Inflation, Preissteigerungen bei Lieferanten, der hohe Bürokratieaufwand oder die Kostenblöcke „Personal und Miete/Pacht“ gesehen.
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