
ÖHV-Veit an Finanzminister: Ursache der Inflation bekämpfen, nicht die Symptome!
ÖSTERREICHS HOTELS KAUFEN FAST AUSSCHLIESSLICH IM INLAND – UND DAS IST SAUTEUER. EINE UNTERSUCHUNG WÜRDE LÖHNE, ABGABEN, ENERGIEKOSTEN UND BÜROKRATIE ALS PREISTREIBER ENTLARVEN.
Ein reines Ablenkungsmanöver sieht der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung, Walter Veit, in Finanzminister Markus Marterbauers Ankündigung, die Preissteigerungen in Hotellerie und Gastronomie unter die Lupe zu nehmen: „Wenn in Österreich Preissteigerungen geprüft werden müssen, dann die der öffentlichen Hand und der Energieversorger. Denn die ziehen seit Jahren einen Teufelskreis der Teuerung nach sich. Das weiß jeder in Österreich.“
WER IN ÖSTERREICH EINKAUFT, ZAHLT DOPPELT UND DREIFACH DRAUF – AUCH UNTERNEHMEN
Dass die Preise in der Gastwirtschaft in Zeiten hoher Inflation stärker steigen, liegt im System: Die Branche gibt ihr Geld vor allem in Österreich aus: „Wer in Fernost kauft, senkt die Inflation. Wir wollen und können das nicht. Aber bei uns kommt alles zusammen, enorme Lohnnebenkosten, teurer Strom, hohe Steuern und das auch bei unseren Lieferanten. Das macht alles sauteuer und immer noch teurer. Will der Finanzminister etwas gegen hohe Preise tun, muss er Ursachen bekämpfen, nicht Symptome. Dann können sich die Preise wieder normalisieren.“
FOKUS AUF DIE, DIE RIESENGEWINNE MACHEN AUF KOSTEN ANDERER
Die ÖHV hat schon vor Jahren gefordert, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Doch die landesnahen Energieversorger verkaufen weiter zu überhöhten Preisen und erwirtschaften – als einzige im Land – direkt vor den Augen des Finanzministers Riesengewinne: „Dabei ist kein einziger Sonnenstrahl, kein einziger Wassertropfen auch nur einen Cent teurer geworden. Doch die Energiepreise steigen. Die und die Steuern werden absichtlich hochgehalten und das belastet alle, die in Österreich leben und arbeiten. Da muss angesetzt werden.“
FAIRE UNTERSUCHUNG ALS CHANCE
In der Untersuchung der Teuerung sieht Veit eine Chance – vorausgesetzt, es werden Kostentreiber identifiziert und gewichtet: Löhne, Energie und Lebensmittelkosten, Zinsen, Baukosten und generell der Anteil von Steuern und Abgaben an der Unternehmensbilanz. „Dann zeigt sich, wer am stärksten von der Teuerung profitiert: die öffentliche Hand“, ist Veit überzeugt. Die jüngsten Belastungen sind nur wenige Monate alt: die Trinkgeld-Pauschale und Ortstaxen-Erhöhungen. „Und mit der angedrohten Grundsteuer-Erhöhung steht die nächste Steuer-Keule im Raum. Der Finanzminister beschuldigt uns fälschlicherweise, die Preise über die Maßen zu erhöhen, und hat selbst genau das vor – finde den Fehler!“
UNTERNEHMERISCHES DENKEN IN DIE HIMMELPFORTGASSE!
Beinahe skurril ist, dass sich die Hotellerie und der Finanzminister von außen betrachtet in einer vergleichbaren Lage befinden, so Veit: „Beide kämpfen mit steigenden Kosten. Aber wir haben in den vergangenen Jahren Prozesse verschlankt und Ausgaben gekürzt. Der Staat dagegen dreht immer nur an der Einnahmenschraube.“ Die ÖHV fordert das Gegenteil:
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eine spürbare Entlastung des Faktors Arbeit
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die von WIFO-Chef Gabriel Felbermayr vorgeschlagene Reduktion des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 10 % auf 5 %, um Konsument:innen zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern
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den Verzicht auf neue Steuern und Abgabenerhöhungen sowie
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radikale Entbürokratisierungsmaßnahmen zur Senkung der Verwaltungskosten
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Martin Stanits
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