
Eingespieltes Team: ÖFB und Ukrainischer Fußballbund unterzeichnen Memorandum of Understanding
Vizekanzler Babler und Staatsekretärin Schmidt empfangen den ukrainischen Fußballpräsidenten Andrii Shevchenko und Josef Pröll vom ÖFB zu feierlicher Zeremonie.
Im Spiegelsaal des Haus des Sports empfing Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler gemeinsam mit Staatssekretärin Michaela Schmidt, am 8. Jänner 2026, den mehrfach ausgezeichneten Profifußballer und aktuellen ukrainischen Fußballpräsidenten Andrii Shevchenko und den Aufsichtsratsvorsitzenden des Österreichischen Fußball-Bundes Josef Pröll zur feierlichen Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding über die künftige Zusammenarbeit der beiden Nationalverbände.
„Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding findet vor dem Hintergrund einer für Europa sehr schwierigen Zeit statt. Der anhaltende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat tiefgreifende Folgen – nicht nur politisch und wirtschaftlich, sondern auch sozial, kulturell und auch im Bereich des Sports“, erklärte Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler eingangs und betonte die guten Beziehungen zur Ukraine und die Bedeutung des Sports als wichtigen Pfeiler der Solidarität: „Ob zwischenstaatlich, auf europäischer oder internationaler Ebene – Österreich und die Ukraine sind seit jeher ein eingespieltes Team und haben ihre Beziehungen in den letzten Jahren noch intensiviert. Mit der heute unterzeichneten Erklärung setzen wir mehr als ein sportliches Statement. Wir setzen ein Signal für Menschlichkeit, Solidarität, für eine langfristige Zusammenarbeit unserer beiden Länder.“
„Die heute unterzeichnete Erklärung ist eine Reaktion auf die Herausforderungen, denen ukrainische Spielerinnen und Spieler sowie Trainerinnen und Trainer aufgrund des Krieges gegenüberstehen. Mit ihr schaffen wir strukturierte und nachhaltige Rahmenbedingungen, die jungen ukrainischen Talenten und Trainern und Trainerinnen Zugang zu Trainings-, Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in Österreich ermöglichen“, so Staatssekretärin Schmidt.
Ziel des Abkommens ist es, junge ukrainische FußballspielerInnen sowie Trainerinnen und Trainer zu unterstützen, deren sportliche Ausbildung und Entwicklung durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine massiv beeinträchtigt ist. Das Memorandum ermöglicht technische Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen an Einrichtungen des ÖFB in Österreich und schafft damit konkrete Perspektiven für junge Menschen.
Der Vorsitzende des ÖFB-Aufsichtsrats, Josef Pröll, betonte die besondere Bedeutung der Vereinbarung: „Dieses Memorandum ist Ausdruck einer gewachsenen Partnerschaft und gelebter Solidarität im Fußball. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen zeigt sich, welche verbindende Kraft der Sport auf allen Ebenen entfalten kann. Der ÖFB sieht es als Verantwortung, jungen Menschen aus der Ukraine durch Ausbildung und Zusammenarbeit konkrete Zukunftsperspektiven zu eröffnen.“
Auch Andrii Shevchenko, Präsident des Ukrainischen Fußballverbandes, unterstrich den Stellenwert der Kooperation: „Dieses Memorandum ist ein Zeichen der Unterstützung seitens des ÖFB für unsere jungen Spieler und Trainer, die unter äußerst schwierigen Bedingungen leben und arbeiten. Die Partnerschaft mit dem Österreichischen Fußball-Bund bietet ihnen die Möglichkeit, ihre beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Darüber hinaus werden wir im Rahmen des Memorandums die Möglichkeit haben, fußballbegeisterte Kinder zu Trainingslagern nach Österreich zu entsenden – dieses Rehabilitationsformat hat sich bereits als effektiv und inspirierend erwiesen.“
Babler und Schmidt bedankten sich abschließend bei den Präsidenten Pröll und Shevchenko für die Unterzeichnung der Erklärung: „Sport kann in Krisenzeiten zu Stabilität, Hoffnung und Zukunftsperspektiven beitragen. Die Erklärung ist sowohl ein wichtiges Symbol als auch eine Weichenstellung für die weitere Zusammenarbeit der beiden Länder.“
Fotos unter: https://www.picdrop.com/bmwkms/vtxXZL5VSV
Rückfragehinweis für den Vizekanzler und Sportminister:
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Debora Mula
+43 664 78 08 28 49
debora.mula@bmwkms.gv.at
Rückfragehinweis für den Österreichischen Fußball-Bund:
Iris Stöckelmayr
+43 676 95 93 414
iris.stoeckelmayr@oefb.at
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