ÖVP – Figl/Keri: 10.000 Euro Wohnkosten für vier Kinder zeigt Kontrollversagen bei der Wiener Kinder- und Jugendhilfe

Stadtrechnungshof bestätigt strukturelle Mängel, fehlende Transparenz und massive Ineffizienz bei der MA 11

Der Fall, in dem eine betreute Wohngemeinschaft für vier minderjährige Kinder in der Donaustadt monatliche Wohnkosten von rund 10.000 Euro für Miete, Betriebs- und Energiekosten verursacht, steht exemplarisch für ein System, das – wie der Stadtrechnungshof zeigt – ohne klare Regeln bzw. ohne wirksame Kontrollen arbeitet und von Intransparenz geprägt ist.

„Der Stadtrechnungshof zeigt unmissverständlich, dass die Wiener Kinder- und Jugendhilfe mit hohen öffentlichen Mitteln arbeitet, aber grundlegende Mechanismen außer Acht lässt. Wenn Tagsätze unterschiedlich verrechnet werden, Abrechnungen nicht nachvollziehbar sind und Prüfprozesse lückenhaft bleiben, dann ist das ein strukturelles Versagen. Gerade in einem so sensiblen Bereich wie dem Schutz und der Betreuung von Kindern muss jeder Euro überprüfbar sein – alles andere untergräbt das Vertrauen in das gesamte System“, so Landesparteiobmann Markus Figl.

Dass in einem solchen Umfeld Wohnkosten in dieser Größenordnung entstehen können, ist für die Wiener Volkspartei kein Zufall, sondern die logische Folge mangelnder Steuerung.

„Die Neos sprechen immer davon, Kindern Flügel zu verleihen. Der Bericht zeigt aber, dass trotz eines hohen Einsatzes öffentlicher Mittel den Kindern die Flügel gestutzt werden. Wer Reformen weiter verschleppt, verspielt Vertrauen, verschwendet Steuergeld und setzt letztlich auch die Qualität der Betreuung aufs Spiel“, betont die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei Gemeinderätin Sabine Keri und fordert, dass die Empfehlungen des Stadtrechnungshofs endlich umgesetzt werden.

Der starke Anstieg der Ausgaben bei gleichzeitig fehlender Transparenz zeige, dass es nicht um Einzelfälle gehe, sondern um strukturelle Defizite in der Steuerung der Kinder- und Jugendhilfe. Figl und Keri fordern daher eine grundlegende Reform. Nur so könne sichergestellt werden, dass Steuergeld tatsächlich dort ankommt, wo es gebraucht wird – bei den Kindern.

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