Verantwortung braucht finanzielle Grundlagen – Appell an die Politik

IAFW: Die Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialbereich wollen Verantwortung übernehmen – finanzielle Kürzungen setzen aber klare Grenzen

Die jüngsten Verhandlungsrunden in den Kollektivvertragsverhandlungen der Sozial- und Gesundheitsbranche wurden ERGEBNISLOS UNTERBROCHEN. Die nächsten Verhandlungstermine sind für Jänner angesetzt.

Die im INTERESSENSVERBAND DER ARBEITGEBERVERBÄNDE DER FREIEN WOHLFAHRT (IAFW) zusammengeschlossenen Arbeitgebervertretungen bekennen sich weiterhin klar zu fairen Arbeitsbedingungen und zur Sicherung der sozialen Infrastruktur. Gleichzeitig wird deutlich: DER MASSIVE KÜRZUNGSZWANG VON BUND, LÄNDERN UND GEMEINDEN BEGRENZT DEN FINANZIELLEN SPIELRAUM ERHEBLICH.

_„WIR WOLLEN MEHR ERMÖGLICHEN – FÜR DIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER EBENSO WIE FÜR DIE MENSCHEN, DIE AUF SOZIALE DIENSTLEISTUNGEN ANGEWIESEN SIND. DOCH OHNE AUSREICHENDE FINANZIERUNG DURCH DIE ÖFFENTLICHE HAND STOSSEN WIR AN GRENZEN, DIE WIR ALLEIN NICHT ÜBERSCHREITEN KÖNNEN“,_ betont YVONNE HOCHSTEINER, aktuell Vorsitzende des IAFW.

ERSTER WICHTIGER ZWISCHENSCHRITT

Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen und unabhängig vom Gesamtabschluss ist Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen in den Verhandlungen ein WICHTIGER ZWISCHENSCHRITT GELUNGEN: Der Abschluss des Zusatz-Kollektivvertrages zum Pflegezuschuss für 2026 wurde von den Gewerkschaften in Aussicht gestellt. In den SWÖ-KV-Verhandlungen wurde dieser bereits fixiert. Damit sollen alle Anspruchsberechtigten auch für das Jahr 2026 wieder Ꞓ 135,50 BRUTTO PRO VOLLZEITMONAT erhalten.

Durch gemeinsame Anstrengungen der Gewerkschaften VIDA und GPA sowie den Arbeitgebervertreter:innen der SWÖ konnte die Auszahlung des Pflegezuschusses auch für das Land Salzburg – zumindest bis Mitte des Jahres – gesichert werden. Es ist allerdings mehr als irritierend, dass das Land Salzburg als einziges Bundesland sich entschieden hat, die Bundesmittel für den Pflegezuschuss in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr den Arbeitnehmer*innen zugutekommen zu lassen.

APPELL AN DIE POLITIK – ABSICHERUNG DER FINANZIERUNG DES SOZIALSTAATES UNERLÄSSLICH

Einmal mehr wird seitens der Vertreter:innen des IAFW betont: _„ES GEHT IN DER AKTUELLEN SITUATION NICHT UM GROSSE SPIELRÄUME, SONDERN DARUM, DAS ERREICHTE ZU SICHERN UND DEN SOZIALSTAAT FUNKTIONSFÄHIG ZU HALTEN.“_, so Hochsteiner.

Dafür braucht es ein KLARES POLITISCHES BEKENNTNIS ZUR FINANZIERUNG SOZIALER DIENSTLEISTUNGEN. Die Arbeitgeber:innen der Freien Wohlfahrt APPELLIEREN DAHER AN DIE POLITIK, DIE FINANZIERUNG DES SOZIALSTAATES NACHHALTIG SICHERZUSTELLEN. In den KV-Verhandlungen bleiben sie gesprächsbereit und erwarten für die kommenden Verhandlungsrunden ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten. _„DAS WIRD AUCH BEWEGUNG AUF ARBEITNEHMER:INNENSEITE UND GROSSES ENTGEGENKOMMEN VON IHR ERFORDERN“, _so HOCHSTEINER abschließend.

DER IAFW

DER „INTERESSENSVERBAND DER ARBEITGEBERVERBÄNDE DER FREIEN WOHLFAHRT“ IST DIE INTERESSENSVERTRETUNG FOLGENDER KOLLEKTIVVERTRAGSFÄHIGER ARBEITGEBERVERBÄNDE:

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Arbeitgeberverband der Diakonie Österreich,

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Arbeitgeberverband der SOS-Kinderdörfer,

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Arbeitgeberverein für Sozial- und Gesundheitsorganisationen in Vorarlberg,

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Interessenvertretung von Ordensspitälern, konfessionellen Alten- und Pflegeheimen, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen Österreichs,

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Österreichisches Rotes Kreuz

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Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ, mit über 620 Mitgliedsorganisationen, darunter Volkshilfe, Hilfswerk, Jugend am Werk, Lebenshilfe und zahlreiche andere namhafte Organisationen – www.swoe.at) und

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Verein karitativer Arbeitgeber*innen (Caritas KV).

DIE IM IAFW KOOPERIERENDEN VERBÄNDE BESCHÄFTIGEN ALS ARBEITGEBER:INNEN RUND 161.000 ARBEITNEHMER:INNEN IM SOZIAL- UND GESUNDHEITSWESEN. ZWECK DES IAFW IST DIE WAHRNEHMUNG GEMEINSAMER INTERESSEN DES KOLLEKTIVEN ARBEITSRECHTS SOWIE DIE STÄRKUNG DES SEKTORS SOZIALER UND GESUNDHEITLICHER ARBEIT DURCH VERBESSERUNG DER RECHTLICHEN UND WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE VERTRAGSPARTNER:INNEN. DER IAFW WURDE IM NOVEMBER 2021 GEGRÜNDET. DER VORSITZ WECHSELT TURNUSMÄSSIG MIT DEM KALENDERJAHR.

Sozialwirtschaft Österreich
Mag. Alexander Fritsch, MA BA
Telefon: 0677 631 44 548
E-Mail: alexander.fritsch@swoe.at
Website: https://www.swoe.at

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