
Weltwirtschaftsforum Davos 2026: Österreich sichert seinen Luftraum
Grenzüberschreitende Luftraumsicherungsoperation „DAEDALUS26“ startet
Von 19. bis 24. Jänner 2026 sichern die Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres im Rahmen der bewährten Luftraumsicherungsoperation „DAEDALUS“ den österreichischen Luftraum während des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz. Zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum werden laut aktuellen Angaben des Veranstalters über 2.500 Teilnehmer erwartet, darunter etwa 60 Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche Regierungsmitglieder aus rund 130 Ländern und hochrangige Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen. Aufgrund der grenznahen Lage von Davos hat die Schweiz auch heuer wieder um eine Verstärkung der Überwachung in den angrenzenden österreichischen Lufträumen gebeten. Dazu wurde auf österreichischer Seite ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols eingerichtet.
Rund 1.000 Soldatinnen, Soldaten und Zivilbedienstete sowie 21 Luftfahrzeuge, nämlich 11 Flächenflugzeuge und 10 Hubschrauber, stehen bei der „DÄDALUS26“ im Einsatz, sorgen für die Sicherheit der Veranstaltung und schützen die örtliche Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft. Die Einsatzkräfte der österreichischen Luftstreitkräfte führen dabei Patrouillenflüge zur Luftraumüberwachung durch, identifizieren und kontrollieren Luftraumverletzungen, übernehmen Transportaufgaben und verstärken das Lagebild durch den Einsatz moderner Aufklärungs- und Zielzuweisungsradaranlagen sowie Sensoren der bodengebundenen Luftabwehr.
BESONDERE BEDEUTUNG DER GRENZÜBERSCHREITENDEN ZUSAMMENARBEIT
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner unterstreicht die zentrale Rolle der langjährigen Kooperation mit der Schweiz: „Die reibungslose Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg wird in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit immer wichtiger, gerade bei der Luftraumüberwachung und -sicherung ist diese essenziell. Bedrohungen aus der Luft kennen keine Grenze – daher ist die bewährte Kooperation mit der Schweiz im Rahmen der Luftraumsicherungsoperation DAEDALUS26 ein echter Garant für Sicherheit.“
CROSS-BORDER OPERATIONS: LÜCKENLOSE SICHERHEIT ÜBER GRENZEN HINWEG
Ein Kernstück der Operation sind die sogenannten „Cross-Border Operations“. Diese ermöglichen bei verdächtigen zivilen oder militärischen Luftfahrzeugen, die internationale Luftfahrtrichtlinien missachten, eine durchgehende Beobachtung und Begleitung – auch über die Staatsgrenze hinweg. Durch gegenseitige Einfluggenehmigungen wird eine schnelle und nahtlose Übergabe zwischen den Luftstreitkräften beider Länder gewährleistet. Ein Waffeneinsatz im Luftraum des jeweils anderen Staates bleibt dabei ausgeschlossen. Generalmajor Gerfried Promberger, Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, sagt dazu: „Als neutraler Staat handeln wir dabei selbstständig und hoheitlich – die Kooperation mit der Schweiz gibt uns dabei wechselseitig die notwendige lückenlose Sicherheit, ohne dass wir Souveränität abgeben.“
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